Pflege soll intensiver werden

Baumpflanzungen sind nur der Anfang: So möchte die Stadt den Westpark aufwerten

Obstbäume und Beerensträucher haben Helfer der Arbeitsgruppe Flüchtlinge unter der Anleitung des Gärtners Thorsten Lienenkämper im Westpark gepflanzt. Es sollen nicht die einzigen Gehölze dieser Art am Lenneufer bleiben.
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Obstbäume und Beerensträucher haben Helfer der Arbeitsgruppe Flüchtlinge unter der Anleitung des Gärtners Thorsten Lienenkämper im Westpark gepflanzt. Es sollen nicht die einzigen Gehölze dieser Art am Lenneufer bleiben.

Wer demnächst den Westpark besucht, kann direkt vor Ort pflückfrisches Obst und Beeren genießen. Die Stadt hat dort jetzt junge Bäume und Sträucher pflanzen lassen. Die Aktion ist Teil eines größer angelegten Projektes, das die Attraktivität Werdohls steigern soll.

Die bei der Abteilung Jugend und Soziales der Stadt angesiedelte Arbeitsgruppe Flüchtlinge hat im Westpark zwischen Dammstraße und Lenne mehrere Obstbäume und Beerensträucher gepflanzt. „Wir wollen eine bunte Vielfalt schaffen. Es werden Bäume und Sträucher gepflanzt, von denen die Menschen auch etwas haben können“, erläuterte Michael Tauscher von der Stadtverwaltung, was hinter der Aktion steckt. „Wenn die Gehölze irgendwann Früchte tragen, soll die jeder pflücken und gleich vor Ort genießen können“, führte Tauscher weiter aus.

Gärtner Thorsten Lienenkämper, der die Helfer der Flüchtlingsgruppe anleitete, ergänzte, welche Früchte dort demnächst geerntet werden können. „Wir pflanzen Pflaumen-, Mirabellen, Birnen-, Apfel- und Kirschbäume, aber auch Sträucher mit Stachelbeeren, Johannisbeeren, Himbeeren und Blaubeeren. Damit dauert die Erntezeit demnächst etwa von August bis Oktober.“

Obstliebhaber müssen sich noch gedulden

Ein bisschen müssen sich Obstliebhaber aber wohl noch gedulden müssen. Während die Beerensträucher, die in vier Gruppen auf dem Westpark-Areal gepflanzt wurden, wohl schon im nächsten Jahr erste Früchte tragen könnten, könne es bei den Obstbäumen etwas länger dauern. „Mit viel Glück haben wir vielleicht im übernächsten Jahr die ersten Äpfel“, sagt Lienenkämper.

Für Bürgermeister Andreas Späinghaus (SPD) ist die Pflanzaktion „ein Signal in diesen düsteren Zeiten“. „Wir können uns jetzt darauf freuen, dass wir irgendwann im Sommer unmaskiert im Westpark sitzen, von den Bäumen und Sträuchern naschen und dann feststellen, dass der Westpark eigentlich eine tolle Location ist.“

Erfolgt Kritik teilweise zu Unrecht?

Denn das vor gut zwei Jahren eröffnete naturbelassene Parkgelände am früheren Schützenplatz werde in der Bevölkerung teilweise zu Unrecht kritisiert, meinte Späinghaus. „Was allerdings die Pflege angeht, kann man sicherlich etwas verbessern“, räumte er ein und kündigte an, dafür in Zukunft auch die Arbeitsgruppe Flüchtlinge einsetzen zu wollen. Die Anpflanzung der Obstbäume und Beerensträucher sei ein erster Schritt.

Allerdings sollen die jetzt gepflanzten Obstgehölze nicht die einzigen bleiben, die in Zukunft am Lenneufer wachsen. „Das ist nur ein Teil einer Verschönerung der Lennepromenade vom Westpark bis zum Rathaus“, sagte Tauscher. Weitere Obstbäume und Beerensträucher sollten noch folgen. „Mein Traum ist, dass das Werdohler Lenneufer zur größten Streuobstwiese in der Region wird“, verriet Tauscher.

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