Aussteller und Besucher unzufrieden

23. Bauernmarkt erfährt enorm schwache Resonanz

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Das Team am Grill ließ sich die gute Laune nicht verderben und strahlte gemeinsam mit der Sonne um die Wette.

Werdohl - Wenn in den Vorjahren der Bauernmarkt anstand, sorgte er stets – selbst bei Regen – für einen gehörigen Andrang. Die Traditionsveranstaltung war stets beliebt und gut besucht. Ganz anders am Freitag.

Vormittags verirrte sich so gut wie kein Besucher auf dem Platz Zur Alten Post, auf welchen der Bauernmarkt aufgrund der Probleme mit der Bepflasterung des Brüninghaus-Platzes ausweichen musste. 

Erst gegen Mittag kamen einige wenige Interessierte auf den Platz vor der Stadtbücherei. Gründe für die schwache Resonanz sahen Besucher wie Aussteller viele verschiedene. Einige Besucher erklärten: „Wir haben uns zufällig hierher verirrt. Wir wussten gar nicht, dass heute der Bauernmarkt stattfindet.“ Auch Sabine Kordon aus Werdohl, die selbst gemachte Adventsgestecke anbot, bemängelte: „Es hängt ja noch nicht einmal ein Hinweisschild oben bei der Drogerie. 

Zwei Kälber wurden beim Bauernmarkt präsentiert. So ganz geheuer war es den Tieren aber nicht, was um sie herum geschah.

Die Leute gehen durch die Fußgängerzone und sehen uns gar nicht. Das ist schade.“ Sie hoffe, dass der Bauernmarkt im kommenden Jahr auf den Brüninghaus-Platz ziehen könne. Elke Pichlbauer, die seit Jahren ihre Naturseifen auf dem Bauernmarkt präsentiert, fügte hinzu: „Wenn das aber nicht klappt: Schon in der Fußgängerzone ist es besser als hier.“ Sie schaute über den Platz Zur Alten Post: „Der Platz hier bietet ja keinerlei Ambiente. Der wirkt wie ein Parkplatz.“ 

"Man kommt sich wie in die Ecke gedrängt vor"

Auch Kordon pflichtete ihr bei: „Man kommt sich ja wie in die Ecke gedrängt hier vor.“ Achim Noelle aus Neuenhaus, der am Freitag alles rund ums Pferd ausstellte, zuckte mit den Schultern: „Das ist ja wie ausgestorben hier.“ Auch Fritz Knoche klagte: „Das Publikum fehlt einfach.“ Der Landwirt von der Ludemert mutmaßte: „Vielleicht liegt es am Standort? Hier können wir ja nicht einmal eine Kutsche fahren lassen.“ 

Weiter überlegte er: „Sicher, wir mussten den Markt erstmals selbst organisieren, aber wir hatten viel Unterstützung von der Stadt. Das war auch kein Problem.“ Er ergänzte: „Wir setzen uns hinterher zusammen und erörtern, was wir besser machen können. Vielleicht ist diese Veranstaltung ja auch einfach ein Auslaufmodell?“, fürchtete er.

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