Handwerk und Kunst auf dem Bauernmarkt

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Die zweijährige Luca Marie gehörten zu den ersten Mutigen, die auf dem Pony eine Runde über die Wiese des Brüninghaus-Platzes drehten.

Werdohl - „Was wird denn das?“, fragen die Kinder, als Rainer Niggemann einen glühenden Eisenstab aus dem Feuer nimmt. Der Schmied legt den Stab über einen kegelförmigen Aufsatz auf seinem Amboss und klopft mit dem Hammer darauf. „Ein krummer Nagel“, tippt ein Junge.

„Vielleicht wird es auch gar nichts“, mutmaßt ein anderer, als Niggemann schließlich das gebogene obere Ende des Eisens abschlägt. „Es wird ein Kettenglied“, löst der Schmied das Rätsel schließlich zwischen zwei Hammerschlägen auf. Nicht nur die kleinen Besucher des Bauernmarktes waren von der handwerklichen Vorführung fasziniert. Auch viele Erwachsene blieben am Freitag neben Niggemanns Feuer stehen und schauten zu, wie der Schmied das gerade Eisen Stück für Stück in einen kleinen Ring verwandelte.

Ein paar Schritte weiter mischte sich der Geruch der Holzkohle mit dem Duft nach Lavendel und Citrusfrüchten. Neben Körnerkissen für Backofen und Mikrowelle hatte Rosemarie Rüther auch eine Auswahl an Aroma-Ölen mitgebracht. „Das sind Raumduftöle“, erklärte die Iserlohnerin. Nicht nur nach der Duftrichtung konnten die Kunden aussuchen, sondern auch nach der gewünschten Wirkung: So soll Majoran zum Beispiel gegen Anspannung helfen, Citrusöl soll erfrischend wirken.

20. Bauernmarkt in Werdohl

Während einige Kindergruppen am Stand des Naturschutzzentrums Märkischer Kreis Halt machten und sich frisch gepressten Apfelsaft schmecken ließen, verbrachten viele Erwachsene ihre Mittagspause am Kuchenstand der Landfrauen oder gönnten sich eine Brat- oder Currywurst.

Ab mittags warteten weitere Attraktionen auf die Besucher. Der Hagener Holzkünstler Jona Demski verwandelte im Laufe des Nachmittages einen Baumstamm in eine Eulenfigur. Das Kunstwerk werde später einen Platz an einem öffentlichen Ort erhalten, kündigen die Organisatoren des Bauernmarktes an. Wo die Eule zu sehen sein wird, wird noch entschieden. Auf der Wiese des Brüninghaus-Platzes durften Kinder ein paar Runden auf dem Rücken zweier Ponys drehen. Wer darauf keine Lust hatte, besuchte die Ziegen, Schafe und Kälbchen in Fritz Knoches Kleintiergehege. - cra

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