Petition läuft noch bis 20. November

Bahnviadukt: Neuer Bürgermeister will sich jetzt noch intensiver für Erhalt einsetzen

Das Eisenbahnviadukt in Ütterlingsen. Werdohls neuer Bürgermeister Andreas Späinghaus (SPD) will sich für den Erhalt einsetzen.
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Das Eisenbahnviadukt in Ütterlingsen. Werdohls neuer Bürgermeister Andreas Späinghaus (SPD) will sich für den Erhalt einsetzen.

Seit Mai läuft die Internet-Petition zum Erhalt beziehungsweise zur Instandsetzung des Eisenbahnviadukts Ütterlingsen. Gestartet hatte die Eingabe Andreas Späinghaus, damals noch Bürgermeisterkandidat der SPD, der auch innerhalb weniger Tage schon eine dreistellige Zahl von Unterstützern gefunden hatte.

Im August übersprang die Petition die Marke von 500 Unterstützern. Kurz vor Ablauf der Frist, in der man sich der Petition anschließen kann, stagniert die Zahl aber bei etwas mehr als 520.

2000 Unterstützer hatte Späinghaus sich zum Ziel gesetzt. Diese Zahl wird wahrscheinlich nicht mehr erreicht, auch wenn andere Unterstützer der Idee ebenfalls Unterschriften gesammelt haben. Insgesamt seien wohl durch seine und weitere Aktionen etwa 1000 Unterschriften zusammengekommen, behauptet Späinghaus.

Späinghaus „jetzt in einer anderen Position“

Nach seiner Wahl zum Bürgermeister will er die Online-Petition nicht weiter forcieren. Gleichwohl hofft er auf weitere Unterstützer, um dem Anliegen mehr Nachdruck verleihen zu können. Vor allem setzt er aber auf die Kraft seines Amtes: „Ich bin jetzt in einer anderen Position“, sagt der neue Bürgermeister. Er wolle nun das direkte Gespräch mit den Verantwortlichen suchen.

Der Erhalt des Viaduktes sei nach wie vor überaus wichtig, betont Späinghaus. Er führt sowohl historische als auch wirtschaftliche Argumente ins Feld. Die historische Bedeutung des in der Mitte des 19. Jahrhunderts errichteten Bauwerks für Werdohl wurde bereits hinreichend erläutert. Das Viadukt dokumentiert in der Entwicklung des Brückenbaues die noch dem Historismus verhaftete Architekturform der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts im Übergang zum reinen Ingenieurbau der Folgezeit. Späinghaus hat aber auch die wirtschaftliche Bedeutung im Blick: Ein Neubau, fürchtet er, würde nicht nur Werdohl, sondern ganz Südwestfalen für längere Zeit vom Bahnverkehr abschneiden. „Das wäre eine Katastrophe“, warnt Späinghaus. Deshalb müsse alles daran gesetzt, das Bauwerk zu erhalten und zu ertüchtigen.

Die Petition im Internet

Wer die Online-Petiton von Andreas Späinghaus unterstützen möchte, hat dazu noch bis zum 20. November Gelegenheit, dann endet die Frist. Unter der Internetadresse www.tinyurl.com/viadukt ist die Petition zu finden

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