Bahnhofsumbau wird „deutlich“ teurer

WERDOHL ▪ Die Kosten für die Sanierung des Werdohler Bahnhofes werden die im Haushalt veranschlagte Summe von 2,415 Millionen „deutlich“ übersteigen. Das teilte Bürgermeister Siegfried Griebsch am Donnerstag auf Anfrage unserer Zeitung mit.

Wie hoch die Kostensteigerung letztlich ausfalle, wollte Griebsch gestern nicht sagen. „Wir diskutieren das gerade mit der Politik“, so das Stadtoberhaupt. So sei für Freitag ein interfraktionelles Gespräch mit den Vertretern der vier Werdohler Ratsfraktionen geplant.

Die Kostensteigerung beim Bahnhofsumbau soll auch am kommenden Montag im nicht öffentlichen Teil der Hauptausschusssitzung im Ratssaal diskutiert werden. „Wir werden die Öffentlichkeit zu gegebener Zeit darüber informieren“, sagte Griebsch gestern. Zudem ließ er wissen, dass die Möglichkeit bestehe, die fehlenden Mittel für die Bahnhofssanierung bei anderen Projekten des Stadtumbaus West abzuziehen. Genauere Details wollte der Bürgermeister nicht mitteilen.

Neben der Sanierung des Bahnhofs und dessen Vorplatz sind folgende Projekte im Rahmen des Stadtumbaus West geplant: „Werdohl an die Lenne / Umgestaltung des Brüninghaus-Platzes“, die Projekte der Werdohler Wohnungsgesellschaft „Berliner- und Leipziger Straße“ sowie „Migranten wohnen im Alter“, Aufwertung des Schulhofgeländes Ütterlingsen, Aufwertung der Freizeitanlage Ütterlingser Straße, Fassadenprogramm, Verfügungsfonds, Weiterentwicklung des Quartiersmanagement und die Errichtung eines Stadtumbaubüros. Hinzukomme, so Stadtplaner Stefan Groß, dass die vier Regionale Projekte eng mit dem Stadtumbau West verwoben seien.

Bereits vor Monaten wurde klar, dass allein schon durch die allgemeine Baukostensteigerung und zusätzlich durch unvorhersehbare Deckenarbeiten der Kostenrahmen nicht einzuhalten sein wird.

Ute Heinze

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