Plötzlich stromlos

Bahnhofsaufzug: Störung laut Bahn „einzig“ in NRW

Der Aufzug am Bahnhof wurde mittlerweile provisorisch repariert.
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Der Aufzug am Bahnhof wurde mittlerweile provisorisch repariert.

Einen Betrag im mittleren vierstelligen Bereich hat die Deutsche Bahn (DB) am Werdohler Bahnhof ausgeben müssen. Das Geld floss in die provisorische Reparatur des Aufzugs neben dem Bahnhofsgebäude.

Der Aufzug war Ende Dezember 2020 bei einem Feuerwehreinsatz so stark beschädigt worden war, dass er zunächst nicht mehr benutzt werden konnte. Die Art der Störung sei in ganz NRW bei der Bahn so noch nicht vorgekommen, so ein Bahnsprecher.

Am 19. Dezember vergangenen Jahres waren zwei Personen mit der Kabine stecken geblieben. Dass auch bei den neuen Aufzügen Störungen auftreten, sei zwar nicht schön, aber auch nichts Ungewöhnliches, heißt es bei der Bahn.

Notfallsteuerung funktioniert nicht

Besonders war bei dem Vorfall vor gut einem Monat jedoch, dass die Kabine nicht nur stecken blieb, sondern der gesamte Aufzug von einem Moment auf den anderen stromlos war. Das habe sich erst im Nachhinein herausgestellt, teilt die DB mit. Aus diesem Grund funktionierte damals auch die Notfallsteuerung nicht. Techniker hätten nach der Ursache gesucht, aber keine Fehler an Leitungen und Anschlüssen gefunden.

Wie es zu dem totalen Stromausfall kam, ist deshalb nach wie vor ein Rätsel. Es handele sich bei dem Vorfall in Werdohl um den einzigen dieser Art, der der DB in ganz Nordrhein-Westfalen bekannt ist, betonte der Sprecher.

Feuerwehr bleibt nur die radikale Lösung

Die zur Hilfe gerufene Feuerwehr staunte während des Einsatzes ebenfalls nicht schlecht. Auch sie konnte wegen des Stromausfalls nicht nach Schema-F vorgehen. Im Normalfall wird die Kabine über die Notfallsteuerung in ihre Ausgangsposition zurückgefahren und geöffnet, die Personen werden auf diese Weise gerettet. Die Notfallsteuerung war aber tot. Selbst das Partnerunternehmen der Bahn, das immer hinzugezogen wird, wenn jemand den Alarm-Knopf im Aufzug drückt, konnte laut Aussage des DB-Sprechers nichts machen.

Der Feuerwehr blieb daher nur die radikale Lösung: Mithilfe von technischem Gerät wurde in die Decke der Fahrstuhlkabine eine Öffnung geschnitten, erklärte Kai Tebrün schon Anfang Januar, nachdem sich die ersten Bahnkunden über den Defekt am Aufzug gewundert hatten. „Durch diese Öffnung haben wir eine Leiter hinuntergelassen“, so Tebrün. Über die Leiter konnten die Personen befreit werden. Zurück blieb der kaputte Aufzug.

Finale Reparatur für Februar geplant

„Wir haben den Schaden am 6. Januar zunächst provisorisch repariert“, so die DB. Das Ersatzteil ist bestellt. Die finale Reparatur soll im Verlauf des Februars durchgeführt werden.

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