Bahnhof: Woge, Archiv und Gastronomie sind gesetzt

Der Arbeitskreis Bahnhofsumbau traf sich erstmals, mit dabei waren die Architekten Ralf und Jutta Fiebig.

WERDOHL ▪ Der Arbeitskreis Bahnhofsumbau, bestehend aus Vertretern der Fraktionen und der zukünftigen Nutzer, hat sich auf drei Eckpunkte geeinigt.

Wie Bürgermeister Griebsch aus der nicht öffentlichen Sitzung berichtete, sind demnach die Wohnungsgesellschaft als Ankermieter, eine ständig geöffnete Gastronomie in der Halle und das Stadtarchiv mit Zusatzfunktion gesetzt.

Der Arbeitskreis sei einmütig auseinander gegangen, so Griebsch, es habe von keiner Interessengruppe Forderungen gegeben. Berechtigter Wunsch sei zum Beispiel ein Aufzug, doch ob der tatsächlich finanzierbar ist, könne zurzeit noch niemand sagen.

Wie bereits berichtet, wird die Wohnungsgesellschaft in den rechten Gebäudeteil als Mieter einziehen. Deren Pläne seien bereits fertig, so Griebsch.

Mit dem Architekten-Ehepaar Ralf und Jutta Fiebig, deren Leistungen aus Mitteln der Stadtumbau-Förderung finanziert werden, seien die kommenden Planungsschritte abgestimmt worden. So wird gerade das Leistungsverzeichnis für die Sanierung von Dach und Fassade erarbeitet. Der Arbeitskreis wird sich noch im Dezember treffen, um die Ausschreibung auf den Weg zu bringen.

Es sei „absolut sinnvoll“, so Griebsch, dass auch eine leistungsstarke Gastronomie in den Bahnhof komme. Die Gastronomie soll als Bistro geführt werden und neben Kaffee und Getränken auch kleine Speisen und Kuchen anbieten. Dazu soll der Wirt auch das Catering bei Veranstaltungen im Bahnhof leisten können.

Konsens im Arbeitskreis sei auch, dass das Stadtarchiv in den Bahnhof ziehen soll. Die Akten, die noch beim Kreis in Altena gelagert sind, können problemlos im Keller des Bahnhofs untergebracht werden. Es soll bei der Gelegenheit einen geregelten Aufbau des Archivs mit Findbüchern und nachgeschultem Personal geben. Interessenten sollen die Möglichkeit haben, unter Aufsicht im Archiv nachzuschlagen.

Dazu sei es nötig, im Bahnhof eine Person zu beschäftigen. Die Stelle könne, so schlug es Griebsch vor, aus Mitteln der Archivpflege, von hauptamtlichen Mitarbeitern der Stadtmarketing-Gesellschaft und von ehrenamtlichen Mitarbeitern des Kulturforums abgedeckt werden. Diese Service-Stelle könne zum Beispiel auch Touristen-Infos herausgeben und Sonderausstellungen beaufsichtigen. Das Stadtarchiv brauche also zusätzlich einen Büroraum und einen Rechercheraum für Kunden.

Geplant ist auch die Etablierung einer Kinderkunstwerkstatt im Dachgeschoss, sagte Griebsch.

Der Hauptausschuss wird jetzt einen Beschlussvorschlag bekommen, der die Ergebnisse des Arbeitskreises festhält. Darin enthalten sein wird auch der finanzielle Deckel von 1,9 Millionen Euro. Teurer darf der Gesamtumbau nicht werden, sonst stehe die Förderung von 1,2 Millionen Euro durch das Land in Frage.

Von Volker Heyn

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