Viadukt in Ütterlingsen

Lässt die Bahn ein Werdohler Wahrzeichen verfallen?

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Das Bahnviadukt in Ütterlingsen.

Bereitet die Bahn einen kalten Abriss des Bahnviadukts in Ütterlingsen, einem der Wahrzeichen von Werdohl, vor, indem sie das Mitte des 19. Jahrhunderts entstandene Bauwerk verfallen lässt?

Werdohl - Dies fürchtet zumindest Ortsheimatpfleger Heiner Burkhardt und fordert die Bahn dazu auf, das NRW-Baudenkmal vom aktuell wieder üppigen Bewuchs mit Bäumen und Gestrüpp zu befreien. 

Nach dem Bericht auf Come-On.de schaltet sich jetzt auch die heimische SPD-Bundestagsabgeordnete Dagmar Freitag in die Angelegenheit ein. Freitag hat sich mit einer Anfrage bezüglich des Viaduktes an den Konzernbevollmächtigten der Deutschen Bahn für NRW gewandt. Bereits 2017 hatte die Abgeordnete nach damals ebenfalls alarmierenden Meldungen zum Zustand des Bauwerks Kontakt mit der Bahn aufgenommen. 

Mindestens um 18 Monate verschoben

Im Antwortschreiben hatte der Konzern damals erklärt, dass der Beginn der Sanierungsmaßnahmen aufgrund zusätzlich notwendiger Baumaßnahmen nicht wie geplant im Jahr 2019 erfolgen könne, sondern mindestens um 18 Monate nach hinten verschoben werden müsse. Die DB würde sich aber falls nötig in der Zwischenzeit um die Instandhaltung des Bauwerks kümmern. 

„Da Heimatpfleger den Zustand des Baudenkmals nun wieder als kritisch bezeichnen, erhoffe ich mir mit der neuerlichen Anfrage bei der DB eine schnelle und vor allem verlässliche Auskunft über die entsprechenden Maßnahmen“, sagt Freitag. Zuletzt hatte die Bahn im Juni 2018 den gröbsten Bewuchs vom Gemäuer entfernt. Burkhardt, dessen Ortsheimatpfleger-Kollegen und die Stadt Werdohl machten sich Hoffnungen, dass die Bahn vielleicht bald ein Sanierungskonzept der angegriffenen Brücke vorlegen würde. Doch darauf warten die Viadukt-Freunde noch heute. 

Selbst die im Schreiben an Freitag in Aussicht gestellten „Instandhaltungsmaßnahmen“ fanden zuletzt nicht mehr statt.

Im Mai 2014 sollte das Bauwerk, das zwischen 1859 und 1861 entstanden ist und der Bahn gehört, abgerissen werden. Nach langem Einsatz der drei Ortsheimatpfleger Heiner Burkhardt, Udo Böhme und Barbara Funke lenkte die Bahn ein und versprach für irgendwann eine Sanierung.

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