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Bahn: Stündlich nach Dortmund

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Von: Volker Heyn

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Gemeinsam mit dem Intercity 34 der Deutschen Bahn (hier ein Halt am Bahnhof in Werdohl) ist mit dem neuen RE 34 eine nahezu stündliche und direkte Verbindung nach Dortmund möglich.
Gemeinsam mit dem Intercity 34 der Deutschen Bahn (hier ein Halt am Bahnhof in Werdohl) ist mit dem neuen RE 34 eine nahezu stündliche und direkte Verbindung nach Dortmund möglich. © CHRISTOGEROS

Lennetal – Der zum Fahrplanwechsel der Deutschen Bahn ab 11. Dezember eingesetzte neue Regionalexpress (RE) 34 ist als eine Entlastung für die bei Lüdenscheid langfristig gesperrte Autobahn A45 konzipier

Deshalb wird dieser Zugverkehr finanziell durch das Land NRW gefördert. Auftraggeber von Nahverkehrsangeboten ist der Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL), auf dieser Strecke in Verbindung mit dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR).

Nicht schon seit August 2022, wie Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) etwas vorschnell verkündet hatte, aber ab Montag, 11. Dezember 2022 verbindet der neue Regionalexpress RE 34 zweistündlich auf der Ruhr-Sieg-Strecke die Großstadt Dortmund über die gesamte Lenneschiene mit der Großstadt Siegen.

Teilweise Nahverkehrs-Tickets nutzbar

Gemeinsam mit dem bereits auf diesem Laufweg verkehrenden Intercity (IC) 34 der Deutschen Bahn profitieren Fahrgäste nun von einer Direktverbindung zwischen Siegen und Dortmund in nahezu jeder Stunde, wobei im IC 34 zwischen Dillenburg und Dortmund Tickets des Nahverkehrs nutzbar sind.

15 Minuten Zeitersparnis

Mit der neuen Linie gibt es tatsächlich häufigere Anschlüsse und schnellere Reisezeiten. Durch die Einführung der Linie RE 34 wird die Reisezeit zwischen Sauerland, Siegerland und dem Ruhrgebiet über das Einfallstor Dortmund deutlich verkürzt. Von Siegen nach Dortmund geht es ab sofort circa 15 Minuten schneller, noch einmal fünf Minuten schneller soll es voraussichtlich ab Frühjahr 2023 gehen.

Der neue Regionalexpress 34 ersetzt auf dem Abschnitt Iserlohn-Letmathe bis Siegen den bisherigen RE 16. Die Reiseketten Siegen - Hagen und Siegen - Essen bleiben durch Anschlüsse in Letmathe sowie Witten an den RE 16 weiterhin erhalten. Der RE 34 bedient auch weiterhin alle bestehenden Halte des RE 16 zwischen Letmathe und Siegen.

Flügeln in Letmathe entfällt und spart Zeit

Auf dem Abschnitt zwischen Essen und Iserlohn verkehrt der RE 16 weiterhin. Die durch das nicht mehr notwendige Flügeln – gemeint ist das Trennen und Vereinigen von Zugteilen – eingesparte Zeit führt zu der besagten Beschleunigung der Verbindung Essen/Hagen - Iserlohn in beide Richtungen um etwa fünf Minuten.

Attendorn und Olpe profitieren auch am Abend

Zudem bietet der RE 34 Anschlüsse in Finnentrop an die RB 92 von und nach Olpe, sodass die Reisezeit zwischen Olpe und Dortmund um 30 Minuten verkürzt wird und zugleich nur noch einmal umgestiegen werden muss. Zwischen Finnentrop und Olpe wird außerdem die aktuelle Bedienzeit der RB 92 um zwei Stunden auf 23.19 Uhr ausgeweitet, so dass Attendorn und Olpe auch am Abend von den neuen Verbindungen profitieren.

In Siegen werden in beiden Richtungen direkte Anschlüsse zum RE 99 nach Frankfurt am Main sowie zum RE 9 nach Köln und Aachen hergestellt.

Am Abend wird das Angebot zwischen Hagen und Siegen durch einzelne zusätzliche Fahrten der bisherigen RB 91 mit Halt an allen Stationen abgerundet.

Überwiegend Neufahrzeuge im Einsatz

Die Leistungen des neuen RE 34 sind von NVL und VRR gemeinsam bestellt worden. Gegenüber dem Jahr 2022 werden im kommenden Jahr rund 450 000 Zugkilometer zusätzlich auf der Ruhr-Sieg-Achse bestellt. Das teilte NVL-Sprecher Beele auf Nachfrage der Redaktion mit. Zum Einsatz kommen demnach überwiegend komfortable und geräumige Neufahrzeuge vom Typ Stadler Flirt 3 XL.

Für die Erbringung der Leistungen wurde die DB Regio NRW beauftragt. Einzelne Leistungen auf der RE 34 und der RB 91 sollen von der Hessischen Landesbahn erbracht werden.

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