Bagger „knackt“ Leitung

Der Bagger, der die Leitung „geknackt“ hatte, musste sie auch freilegen, damit sie repariert werden konnte.

WERDOHL ▪ Spätestens kurz nach 11.30 Uhr liefen am Mittwoch in den Büros der Werdohler Stadtwerke am Grasacker die Telefone heiß. Grund: In einigen Bereichen des Stadtgebietes gab es kein Wasser mehr. Betroffen waren Teile von Eveking ab Blumenstraße, Kleinhammer, die Osmecke und einige Wohngebiete auf der Königsburg. Die Ursache: Im Zuge der Beseitigung des Verse-Wehres in Henneckenhammer hatte der dort eingesetzte Bagger durch sein Gewicht die Haupt-Wasserleitung „geknackt“.

Wie Joseph Beier, der technische Geschäftsführer der Stadtwerke, auf Anfrage erläuterte, sei die Leitung nach Bekanntwerden des Unfalls ober- und unterhalb der Schadensstelle abgeschiebert worden. Gleichzeitig habe man über Umwege eine provisorische Wasserversorgung aufgebaut.

Die betroffenen Gebiete unterhalb der Bruchstelle – Osmecke, Blechhammer und Königsburg – seien über Brunscheid versorgt worden. Die Fließrichtung des Wassers wurde damit umgedreht, so dass zunächst aus den Kränen braun gefärbtes Wasser kam. Die Firmen ab Blechhammer verseabwärts wurden entsprechend informiert. Die Haushalte oberhalb der Schadensstelle wurden über den Stollen Schemm an der Versetalsperre versorgt.

Lediglich für Henneckenhammer selbst konnte keine schnelle Hilfe geleistet werden. Bis zum frühen Nachmittag ging Joseph Beier davon aus, „dass wir eventuell oberirdisch eine Leitung legen müssen, die am Rutenpaul angeschlossen wird“. Bis zum Abend könnte die Wasserversorgung über dieses Provisorium dauern. Sicher war sich Beier allerdings nicht, ob dann wieder eine normale Versorgung gewährleistet sein würde.

Die Bruchstelle sei kompliziert. Sie liegt mitten im Gewässer und musste im Verlauf des Tages komplett freigelegt werden. In diesem Zusammenhang sei es nötig gewesen, die Verse im Bereich der Schadensstelle zu verrohren, um die Reparaturarbeiten „trocken“ ausführen zu können. Ob das noch am Mittwoch möglich sein könnte, ließ der technische Geschäftsführer auf Nachfrage offen.

Auch über die Höhe des Schadens und die Kosten dieses kompletten Einsatzes konnte Joseph Beier noch keine Angaben machen.

Rainer Kanbach

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