Bäume werden noch im Februar gefällt

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Ohne die Bäume wird der Brüninghaus-Platz noch trister aussehen als in diesen Wintertagen. Bis Ende Februar müssen alle Bäume gefällt werden.

Werdohl - Noch vor dem 1. März müssen die Bäume auf dem Brüninghaus-Platz gefällt werden. Das teilte am Dienstag Bürgermeisterin Silvia Voßloh mit.

Laut Bundesnaturschutzgesetz sei es in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September verboten, Bäume „abzuschneiden“, heißt es in der Mitteilung. Das gelte auch für Bäume, die am Rand von Straßen stehen. Damit wie geplant im Sommer der Umbau des Brüninghaus-Platzes und der Bau der Lennespange beginnen können, müssen die Bäume bis zum 28. Februar verschwunden sein. Gleiches gilt für Büsche, Sträucher und Randbegrünung.

Nicht nur auf dem Brüninghaus-Platz, sondern auch „entlang der geplanten Stadtspange sowie im Lennevorland“ will die Stadtverwaltung sämtlichen Grünbewuchs entfernen lassen. „Ebenfalls betroffen sind Bäume an der Freiheitstraße im Bereich der Hausnummern 28 und 30 und der erste Baum an der Goethestraße kurz vor dem Imbiss Paradies.“ Im Zuge dieser Arbeiten soll an der Goethestraße ein zweiter Baum gefällt werden, bei dem totes und faules Holz festgestellt wurde. Er steht etwa 20 Meter vom ersten Baum entfernt.

In den Kalenderwochen acht oder neun – also in den Wochen ab dem 16. und 23. Februar – sollen die Bäume gefällt und Sträucher entfernt werden, „um die Umsetzung der Baumaßnahme im Sommer nicht zu gefährden oder zu verzögern“. Einen genauen Termin kann Silvia Voßloh noch nicht angeben, da die Angebotsabfrage noch läuft und noch nicht klar ist, welches Unternehmen mit den Arbeiten beauftragt wird.

Von Seiten der Politik rechnet die Bürgermeisterin offenbar mit Widerspruch oder zumindest Kritik an der Maßnahme. „Im Ustea (Ausschuss für Umwelt und Stadtentwicklung; Anmerkung der Redaktion) vom 25. August 2014 ist Ihnen mitgeteilt worden, dass die Bäume auf dem Platz und im unmittelbaren Umgestaltungsbereich nicht erhalten werden können“, heißt es in einem Schreiben an die Rats- und Ausschussmitglieder. „Die Gründe (unter anderem Standsicherheit und Versorgungssicherheit der Bäume sowie die Standsicherheit der umgebenden Mauern) wurden Ihnen ebenfalls damals mitgeteilt und sehr intensiv besprochen“, schreibt Voßloh weiter.

Schon Anfang 2014 hatte im Ustea eine Diskussion über die Zukunft der Bäume auf dem Brüninghaus-Platz begonnen. Vor allem die Ratsherren der WBG sprachen sich vehement dagegen aus, die Bäume zu fällen. Auch als längst klar war, dass die Pflanzen im Zuge der Umgestaltung nicht erhalten werden können, kam das Thema noch mehrfach zur Sprache. - Von Constanze Raidt

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