20 Freiwillige beim Bergwaldprojekt in Werdohl

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Ab Sonntag werden in Werdohl wieder Laubbäume durch Freiwillige des Bergwaldprojekts gepflanzt.

Werdohl - Vom Sonntag an bis einschließlich 29. April ist das Bergwaldprojekt wieder einmal zu Gast in Werdohl. 20 freiwillige Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus mehreren Bundesländern werden verschiedene Arbeiten in den Hängen rund um Werdohl durchführen, um einen persönlichen Beitrag zum Waldumbau zu leisten. Es geht auch darum, die durch Kyrill beschädigten Fichtenschonungen durch Mischwald zu ersetzen.

Unter der Anleitung von Projektförster Matthäus Holleschovsky vom Bergwaldprojekt und unter der Regie von Kevin Hauser, dem Leiter des Forstbetriebsbezirks Werdohl, werden die Freiwilligen standortheimische Laubhölzer wie Rotbuchen, Bergahorn und Vogelkirsche neu anpflanzen. In einer bereits vorhandenen Eichenkultur soll eine Pflege durchgeführt werden, um dort zukünftig einen stabilen Mischwald zu generieren.

Neben der praktischen Arbeit ist in der kommenden Woche auch eine Exkursion vorgesehen, um die vielfältigen Aspekte des Waldes für den Menschen näher zu beleuchten. Die Freiwilligen lernen dabei, die dynamischen Abläufe innerhalb dieses Ökosystems besser zu verstehen.

Ein wichtiges Anliegen des Einsatzes ist es, den Gedanken der Nachhaltigkeit auf verschiedenen Ebenen am Beispiel Wald zu vermitteln: „Wir pflegen unsere Wälder nachhaltig für kommende Generationen“, so Revierleiter Kevin Hauser. „Die Teilnehmer lernen die wichtigen Funktionen des Waldes kennen und leisten in der abwechslungsreichen Woche einen persönlichen Beitrag zu dessen Erhalt.“ Es bietet sich den Ehrenamtlichen zudem die Möglichkeit, ihr erworbenes Wissen und Tun mit nach Hause zu nehmen und auch den eigenen Alltag ressourcenschonender und somit nachhaltiger zu gestalten.

Das Bergwaldprojekt ist ein eingetragener Verein mit Sitz in Würzburg. Das Projekt bringt mit seinen Einsatzwochen allein in Deutschland jedes Jahr mehr als 2000 Menschen in die Natur. 2017 finden 100 Projektwochen an 51 verschiedenen Standorten in Deutschland statt. Ziel der Arbeitseinsätze sei es, die vielfältigen Funktionen der Ökosysteme zu erhalten, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Bedeutung und die Gefährdung der natürlichen Lebensgrundlagen bewusst zu machen und eine breite Öffentlichkeit für einen naturverträglichen Umgang mit den natürlichen Ressourcen zu bewegen.

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