Bäume am Brüninghaus-Platz und an Goethestraße gefällt

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Eine Rückemaschine half bei der Entfernung der großen und sperrigen Bäume auf dem Brüninghaus-Platz und räumte sie an die Seite. Das Dröhnen des Motors war schon in den frühen Morgenstunden zu hören.

Werdohl - Am Samstagmorgen um sieben in der Früh waren am Lenneufer schon die Motorsägen und das Dröhnen der Rückemaschine zu hören. Michael Meyer war mit den Mitarbeitern seines Forstunternehmens angerückt, um zwei der alten Linden am Rand der Goethestraße zu fällen. Auch alle Bäume auf dem Brüninghaus-Platz wurden bis zum Mittag abgeschlagen.

Von Andrea Kellermann-Michels

„Die eine Linde soll wegen der Verschönerung des Lenneufers beseitigt werden und die andere ist mehr als 120 Jahre alt, morsch und faul innen“, erklärte Meyer, nachdem er die 30 Meter hohe Linde gefällt hat und sie krachend auf dem Parkplatz gelandet ist. „Auch Bäume sterben nach vielen Jahren ab“, fügte er hinzu. Damit die Autofahrer auf der vielbefahrenen Straße nicht gefährdet werden, musste der kranke Baum nun weichen.

Bei den Holzfällerarbeiten flogen die Späne.

Viel mehr Aufwand und Arbeit erforderte allerdings die Beseitigung der Bäume auf dem Brüninghaus-Platz. „Selbstverständlich waren einige Bewohner enttäuscht darüber, dass ausgerechnet der Flügelnussbaum entfernt werden soll, aber bei der Verschönerung des Platzes werden auch wieder neue Bäume gesetzt“, sagte der Forstunternehmer. Der zentrale Platz soll in diesem Jahr neu gepflastert und mit neuen Pflanzen und einem Brunnen verschönert werden. Damit der Umbau wie geplant im Sommer beginnen kann, müssen die Holzfällerarbeiten bis Ende Februar erledigt sein, da im März die Vogelschutzzeit beginnt. Bis zur Mittagszeit waren die sechs Männer damit beschäftigt, auf dem Platz die Bäume zu fällen und mit einer Rückemaschine an die Seite zu räumen.

Hier und da bereitete es allerdings Probleme, einen massiven Baum von Hand zu fällen. Als da auch die Brechstange nicht weiterhalf, musste die Rückemaschine mit den Krallen nachhelfen, bis der Baum endlich nachgab. Die Stuken – die verbliebenen Stümpfe – der Bäume müssen abgefräst werden. Diese Fräsarbeiten werden in dieser Woche noch fortgeführt.

Obwohl Meyer und sein Team am Samstag bereits um 7 Uhr begannen, waren schon einige Frühaufsteher auf den Beinen, um sich das Spektakel anzusehen und Fotos oder Videos zu machen. Ein Passant sagte: „Sonst heißt es immer, Bäume zu fällen ist nicht gut für die Umwelt, und nun wird es doch gemacht. Irgendwie ist es schon etwas traurig, auch wenn man weiß, dass dafür etwas Neues geschaffen wird.“ Doch große Proteste blieben aus, so dass Meyer und seine Mitarbeiter ungestört ihre Arbeiten erledigen konnten.

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