Bärensteiner klagen über schwachen Schießbetrieb

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Zugführer Klaus König, Schießwart Thomas Gering und Schießwartin Christel Hausmann (v.l.) gratulierten Zugpokal-Gewinner Frank Haußmann (Mitte). J

WERDOHL ▪ Ratlosigkeit gab es unter den Mitgliedern des Zuges 4 Bärenstein des Versetaler Schützenvereins am Samstagabend. Denn insbesondere die Teilnahme am wöchentlichen Schießbetrieb hat stark nachgelassen, wie Schießwart Thomas Gering während der Jahreszugversammlung im Vereinsheim Bärenstein mitteilte.

Doch warum nur so wenige Schützen zu den regelmäßigen Treffen kommen, wusste keiner der Anwesenden recht zu beantworten. Waren es im vergangenen Jahr noch rund 26 Mitglieder bei den Treffen am Freitag, kamen im Jahr 2011 nur noch fünf bis sechs Schützen zum Schießen. „Wenn uns jemand sagen könnte, warum das so ist, wären wir ein ganzes Stück weiter“, so Zugführer König. Auch der Vorsitzende des Hauptvereins, Manfred Kehr, zeigte sich erschrocken über das nachlassende Interesse der Bärensteiner. „Dieser Zug war doch immer ein Paradebeispiel dafür, wie man es anstellt, dass die Leute in Scharen kommen“, so Kehr. Dass die starke Jugendmannschaft mittlerweile im Berufsleben stehe und daher weniger Zeit habe, könne allein nicht als Erklärung dienen. Auch während der Auszeichnungen machte sich die nachlassende Beteiligung bemerkbar: Wurden in den vergangenen Jahren im Schnitt rund acht Zugpokale ausgeschossen, waren es in diesem Jahr nur drei. In der Klasse Luftgewehr Jugend gewann Patrick Greitemann mit 857 Ringen – ebenso wie in der Klasse Luftgewehr Addi mit 961 Ringen. Lars Greitemann landete auf Rang zwei (959 Ringe) und Eckhardt Wiegmann sicherte sich Platz drei (911). In der Luftgewehr-Altersklasse setzte sich Frank Haußmann mit 951 Ringen vor Thomas Gering (947) und Willi Terlutter (912) durch. Schießwart Thomas Gering konnte zudem von Erfolgen der Jungschützen beim Bundespokalschießen in Dortmund berichten.

In ihrem Jahresbericht warf Schriftführerin Angelika Zoltek einen Blick zurück auf Aktivitäten – auf die Vatertagswanderung, die Teilnahme an verschiedenen Schützenfesten und die Aktion „Werdohl wandert“, sowie an eine Fahrt der Damen ins Münsterland. Kassierer Wolfgang Neumann musste den Schützen mitteilen, dass im vergangenen Jahr ein Minus von 35 Euro erwirtschaftet wurde. Allerdings habe man auch einen neuen Kühlschrank für das Vereinsheim benötigt und einige Patronen mussten neu gekauft werden. Doch Wolfgang Neumann konnte den Schützen auch von Rücklagen auf Sparbuch und Konto berichten.

Während der Wahlen stellte sich Schießwart Thomas Gering nicht mehr für das Amt zur Verfügung. Nach zehn Jahren legte er seinen Posten nieder. Ein Nachfolger für Gering wurde indes nicht gewählt – mit Christel Hausmann und Knuth Zoltek stehen den Bärensteinern noch immer zwei Schießwarte zur Verfügung. Als zweiten Kassierer bestätigten die anwesenden Schützen am Samstagabend Bernd König in seinem Amt. ▪ svh

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