Bundesstraße 229 gesperrt

Schwerer Lkw-Unfall zwischen Werdohl und Lüdenscheid

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Auf der B 229 im Versetal stießen am Freitagnachmittag zwei Lastwagen frontal zusammen. Dabei wurde ein 51-jähriger Lüdenscheider schwer verletzt.

Werdohl - [Update: 18.40 Uhr] Bei einem schweren Unfall auf der Bundesstraße 229 zwischen Werdohl und Lüdenscheid ist am Freitagnachmittag ein 51-jähriger Lkw-Fahrer aus Lüdenscheid schwer verletzt worden. Die Straße war für etwa drei Stunden gesperrt.

Der 51-Jährige Lüdenscheider hatte gegen 15 Uhr mit seinem mit Tresoren beladenen Lkw die B229 in Richtung Lüdenscheid befahren, als ihm ausgangs einer Linkskurve ein anderer Lkw entgegenkam. Aus bislang ungeklärten Gründen stießen die beiden Fahrzeuge, ein Volvo-Sattelzug mit rumänischer Zugmaschine und österreichischem Auflieger und ein 12-Tonner von MAN, frontal zusammen.

Durch den Aufprall wurde der 51-Jährige in der Fahrerkabine seines Lastwagens eingeklemmt. Außerdem waren durch den Unfall die Luft aus der Druckluftanlage der Federspeicherbremse entwicken, sodass die Räder des Fahrzeugs blockiert waren. Beide Umstände bereiteten der Werdohler Feuerwehr, die den Verletzten aus dem Führerhaus befreien musste, einige Probleme.

Beide Fahrzeuge wurden stark beschädigt. Die Polizei sprach einem Schaden im hohen fünfstelligen Bereich.

Die Einsatzkräfte mussten zunächst die Bremse lösen, um den Lkw ein Stück zurückziehen zu können. Erst jetzt konnte die eigentliche Rettung des Eingeklemmten beginnen. Dazu musste die Feuerwehr eine Rettungsplattform aufbauen, die den Helfern einen sicheren Zugang zu dem erhöht liegenden Führerhaus ermöglichten.

Es dauerte etwa eine Stunde, bis der Lüdenscheider, der zwischendurch von einem Notarzt erstversorgt worden war, vorsichtig aus dem Führerhaus herausgehoben und dem Rettungsdienst übergeben werden konnte. Er war durch den Unfall schwer, aber nach Einschätzung der Polizei nicht lebensgefährlich verletzt worden und wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Den anderen Fahrer, einen 28-jährigen Rumänen, hatte es weniger schlimm erwischt. Allerdings waren durch den Unfall auch bei seinem Lkw die Bremsen blockiert, sodass er nicht ohne weiteres abgeschleppt werden konnte. Immerhin war der Auflieger unbeladen gewesen.

Die Ursache für den Unfall war zunächst nicht klar. Einen technischen Defekt an einem der Fahrzeuge konnte die Polizei auf den ersten Blick nicht feststellen. Die Polizei schätzte den entstandenen Sachschaden auf eine hohe fünfstellige Summe. Die B 229 war zwischen Trempershof und Bärenstein für mehr als drei Stunden gesperrt. Ab 18.15 Uhr konnte der Verkehr wieder ungehindert fließen, allerdings ordnete die Polizei wegen der ausgelaufenen Betriebsstoffe und des über Pfingsten zu erwartenden Ausflugsverkehrs ein Tempolimit von 30 km/h an.

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