Hoher Besuch in der Werdohler Awo-Kleiderkammer

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Margret Ormeloh (links) erläuterte den Besuchern von Awo-Präsidium und Unterbezirksvorstand, Michael Scheffler, Wilhelm Schmidt und Renate Drewke (von links), wie die Arbeit in der Kleiderkammer an der Meilerstraße organisiert ist.

Werdohl - Der Vorsitzende des Präsidiums beim Bundesverband der Arbeiterwohlfahrt (Awo), Wilhelm Schmidt, und sein Stellvertreter, der heimische Landtagsabgeordnete Michael Scheffler (SPD), haben am Donnerstag die Kleiderkammer und den Kindergarten der Awo in Pungelscheid besucht.

Margret Ormeloh, einer der sechs Helferinnen, stellte den Besuchern die Kleiderkammer vor, die die Awo erst vor rund vier Monaten bezogen hat. Finanziell Benachteiligte können dort aus einem großen Angebot von gebrauchten Kleidungsstücken, aber auch Haushaltsgegenständen und Wäsche wählen. Alles wird zu sehr günstigen Preisen angeboten.

Mehr als 30 Personen aus allen Altersgruppen seien es jeden Dienstag zwischen 15 und 17 Uhr, die dort einkauften, berichtete Ormeloh. Renate Drewke, Vorsitzende des Awo-Unterbezirks, bezeichnete die Einrichtung im Untergeschoss des Awo-Kindergartens als „vorbildlich ausgestattete“ Kleiderkammer. Awo-Präsident Schmidt sah in der Kleiderkammer eine segensreiche Einrichtung, die ebenso wie die von der Awo angebotenen Ausflüge oder Seniorentreffs Möglichkeiten biete, Kontakte zu potenziell Hilfebedürftigen zu knüpfen. „Diese Brücke müssen wir immer neu entwickeln“, skizzierte er die Aufgabe der Awo-Mitarbeiter.

Ausflüge organisiert die 157 Mitglieder zählende Awo in Werdohl schon längst. Auch eine Begegnungsstätte für Senioren gibt es, auch wenn die immer noch in das Nachbarschaftshilfezentrum in Pungelscheid ausgelagert ist. „Wir warten noch auf einen Teil der Möbel“, erklärte der Werdohler Awo-Vorsitzende Herbert Scholz, warum die Begegnungsstätte noch nicht wie geplant ebenfalls im Kindergarten-Untergeschoss neben der Kleiderkammer eingerichtet werden konnte. In wenigen Wochen könne es aber so weit sein. Die baulichen Voraussetzungen jedenfalls sind längst geschaffen, unter anderem durch barrierefreie Sanitäranlagen.

Darüber, was die Politik leisten muss, damit Einrichtungen wie die Ausgabestelle für gebrauchte Kleidung irgendwann überflüssig werden, äußerte sich der Landtagsabgeordnete Scheffler. Kindern müsse eine gute Schulausbildung, jungen Menschen eine Berufsausbildung ermöglicht werden, damit sie als Erwachsene auf eigenen Füßen stehen könnten. „Daran arbeiten wir in NRW“, versicherte Scheffler und verwies auf verschiedene Programme der Landesregierung. Arbeitslose, die auf dem ersten Arbeitsmarkt kaum Aussichten hätten, müssen eine Chance auf einem sozialen Arbeitsmarkt geboten werden, damit sie nicht länger auf Transferleistungen angewiesen seien. „Wir müssen Geld einsetzen für die Finanzierung von Arbeitsplätzen anstatt von Arbeitslosigkeit“, forderte Michael Scheffler.

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