„Autofahrer werden hier Schlange stehen“

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Zemir Avdibegovic (r.) ist seit dem 1. Mai neuer Pächter der ehemaligen Shell-Station am Mühlenweg in Versevörde. Gestern wurde die Tankstelle für sechs Wochen geschlossen, um einen umfangreichen Umbau zu bewältigen. BMV-Geschäftsführer und Inhaber Erwin Bald (l.) besprach sich gestern mit Handwerkern und dem Architekten. ▪

WERDOHL ▪ Am Dienstag wurde der letzte Tropfen Shell aus den Tanks der Station in Versevörde verkauft, dann schloss der neue Pächter Zemir Avdibegovic erstmal die Tankstelle. In sechs Wochen soll die komplette Anlage für rund eine halbe Million Euro umgebaut werden und ab dem 19. Juni wollen Pächter und Eigentümer auf dem Werdohler Benzin-Markt angreifen.

Die Fäden in Versevörde zieht Erwin Bald, Geschäftsführer der Bald Mineralöl Vertriebs-GmbH, der BMV. Dem Iserlohner gehört die Tankstelle in Werdohl nach dem Ausscheiden von Andrea Ferrara ganz, die BMV betreibt allein in Nordrhein-Westfalen 38 Tankstellen. Die BMV gehört wiederum zum BFT, dem Bundesverband freier Tankstellen. Und eine solche BFT-Tankstelle wird nach großem Umbau Ende Juni in Versevörde eröffnet.

Die Tankstelle in Versevörde gibt es schon seit mehr als 30 Jahren. Irgendwann war es eine Texaco, dann DEA, zuletzt Shell. Den Marken-Tankstellen setzt die BFT vor allem einen günstigen Preis entgegen. „Ohne Qualitätsunterschied beim Kraftstoff“, wie Pächter Avdibegovic hinzufügt. Die BMV verfügt über eigene Fahrzeuge, kauft Benzin und Diesel und beliefert damit die eigenen Tankstellen. Weil die BFT-Tankstellen häufig länger Preisvorteile an die Kunden weitergeben könnten, bildeten sich bei großen Unterschieden häufig genug Schlangen vor den freien Tankstellen. Die Menge soll bei günstigem Preis den Umsatz bringen, das ist die Philosophie von Bald und seiner BMV.

Zemir Avdibegovic kennt das Prinzip, er ist bereits Pächter der frisch umgebauten BFT-Station in Hemer. Werdohl hat er zum 1. Mai übernommen, insgesamt beschäftigt er zehn Mitarbeiter. Die haben jetzt erstmal Pause, weil sechs Wochen lang die ganze Station umgekrempelt wird.

500 000 Euro steckt Bald in den Umbau. Im ersten Teilabschnitt sind schon Teile der Fahrbahnoberfläche erneuert worden, diese Arbeiten wurden gestern beendet. Ein Umbau unter laufendem Betrieb ist nicht möglich. Der Shop wird auf 140 Quadratmeter Fläche vergrößert, das Dach wird saniert, die bisherigen Zapfsäulen werden durch supermoderne Modelle ersetzt. Die komplette Beleuchtung soll in LED-Technik erstellt werden. Und auch in die Sicherheits- und Überwachungstechnik wird enorm investiert. Avdibegovic weiß, dass die Station in Werdohl in der Hinsicht ein „heißes Pflaster“ ist. Räubern und Dieben wird es schwer gemacht.

Zusätzlich wird Avdibegovic als erste Tankstelle in Werdohl LPG-Autogas anbieten. Durch den Shopumbau wird den Kunden ein erweitertes Warensortiment und ein neues Bistro mit Kaffeebar angeboten. ▪ heyn

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