Elf Ausweise nicht zurück

Heike Milch vom Werdohler Bürgerbüro hat erste Erfahrungen mit dem neuen Personalausweis gesammelt.

WERDOHL ▪ Durchschnittlich sechs Tage Bearbeitungszeit sind zu rechnen, bis nach der Beantragung der neue Personalausweis wieder beim Einwohnermeldeamt zurück ist. Der neue Ausweis kann seit dem 1. November beantragt werden. Die ersten Erfahrungen damit sind gut, hieß es gestern bei Heike Milch vom Bürgerbüro.

Trotzdem gibt es eine Art Kuriosum: Eine Marge Ausweise, die am 16. November von der Werdohler Behörde zur Bundesdruckerei geschickt wurden, sind immer noch nicht zurück. Diese elf Ausweise sind seit sechs Wochen überfällig.

Erklären kann sich das Heike Milch vom Bürgerbüro der Stadt Werdohl nicht. Von der Bundesdruckerei gebe es keine näheren Informationen, anfangs sei von „technischen Schwierigkeiten“ die Rede gewesen. Auch andere Kommunen seien betroffen. An den Städten liege es nicht, die Bundesdruckerei liefere hier einen schlechten Service. Das werde den Kunden gesagt.

Jeden Dienstag und jeden Freitag gingen Sammelbestellungen mit neuen Ausweisen nach Berlin, pro Sendung würden ein knappes Dutzend Ausweise beantragt. Anfang November zum Start des neuen Dokumentes sei viel zu tun gewesen, jetzt habe sich die Sache eingependelt. Die ersten beantragten Ausweise von Anfang November sind auch schon lange bei ihren Besitzern, ebenso die Bestellungen von Anfang und Mitte Dezember.

Für die Bundesdruckerei war die Sache mit den elf fehlenden Ausweisen gestern unerklärlich. Hans-Dieter Wagner von der Unternehmenskommunikation der Bundesdruckerei in Berlin sprach ganz allgemein von Problemen mit Datenformaten, die vom Bundesministerium des Innern ausgegeben und nicht immer kompatibel zur Verarbeitung bei der Bundesdruckerei seien. Es könne auch sein, dass eine nicht ausreichende Foto-Qualität zu Verzögerungen bei der Auslieferung der Dokumente sorge. Die Druckerei versuche in bis zu drei Arbeitsläufen, die von den Einwohnerämtern eingereichten Bilder der Antragsteller technisch zu verbessern. In solchen Fällen könne es passieren, dass die ganze eingereichte Marge liegen bleibe.

Auf der Suche nach den genauen Ursachen für die elf fehlenden Ausweise kam Wagner gestern nicht weiter, er müsse auf die Chefin seiner Abteilung verweisen. Das Bundesministerium des Innern werde dazu weitere Nachforschungen anstrengen und darüber berichten.

Volker Heyn

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