Ausweis ab sofort bei jeder Blutspende Pflicht

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Von links: Die Werdohler Herbert Bressel (74 Jahre) und Ralph Krugler (52 Jahre) traten am Dienstag ihre bereits 118. und 22. Blutspende an.

Werdohl - Es war die erste Blutspende im neuen Jahr und die zweite in den Räumen der Freibadgaststätte in Ütterlingsen – und die Zahl der Spender war für den Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes in Werdohl äußerst erfreulich.

111 Spender, darunter zwei Erstspender, ließen sich am Dienstag ihr Blut abnehmen. Zudem war es der erste Termin, an dem die seit dem 1. Januar bestehende Ausweis-Pflicht für jeden Blutspender griff. 

„Einen Mehraufwand bedeutet die neue Regelung für uns eigentlich nicht“, sagte Silvia Linnhoff. Um zur Blutspende zugelassen zu werden, muss ab sofort jedes Mal ein gültiger Lichtbildausweis mitgebracht werden. Dies kann der Personalausweis, Führerschein oder Reisepass sein. Zuvor galt diese Pflicht nur für die Erstspende, danach genügte es, den Blutspendeausweis mitzuführen. 

Verwechslungen ausschließen

Eingeführt wurde die Regelung, um die Spender und das Blut einwandfrei zuordnen zu können – und Verwechslungen auszuschließen. „Es war den Spendern theoretisch möglich, den Ausweis eines Bekannten mitzunehmen und für sich selbst zu nutzen – niemand konnte das nachvollziehen“, sagte Heidi Deppe in Vertretung von Michael Pinge, Referent für Öffentlichkeitsarbeit des DRK Blutspendedienstes West Hagen.

Im Rahmen der Spende werden auch medizinische Daten ermittelt: „Sind Werte nicht in Ordnung, können sie an den Hausarzt und den Spender weitergeleitet werden – da wäre es schlecht, sollte es sich gar nicht wirklich um diesen Spender gehandelt haben.“ Vorgezeigt werden muss der gültige Lichtbildausweis sowohl bei der Anmeldung als auch beim Gespräch mit dem Arzt. 

111 Menschen kamen zum ersten Blutspendetermin des Jahres nach Werdohl.

„Ich sehe da kein Problem“, sagte Deppe. Außer, dass der Ausweis mit der anwesenden Person abgeglichen werden muss, gebe es keinen weiteren Aufwand für die Helfer des DRK. „Und in der Regel hat auch jeder einen Ausweis dabei – oder zumindest den Führerschein.“ So sehen das auch die Mitarbeiter des DRK vor Ort in Werdohl. „Es besteht doch sowieso eine Ausweispflicht in Deutschland“, sagte Linnhoff.

Sollte jemand in der nächsten Zeit trotzdem ohne einen gültigen Pass vor Ort sein, könne er vorerst dennoch spenden. „Es ist jetzt noch Bewährungszeit – eine Art Probe, da ist alles noch nicht ganz so streng“, sagte Linnhoff weiter. Ohne geleistete Blutspende musste am Dienstag jedenfalls niemand wieder nach Hause fahren. 

"Über Rot darf ich auch nicht gehen"

Deppe ermahnte jedoch: „Jemand, der schon 70 Mal bei der Blutspende war und bei der Anmeldung sagt: ,Aber du kennst mich doch‘, ist trotzdem verpflichtet, sich zusätzlich auszuweisen. Das ist die Regel – über Rot darf ich auch nicht gehen. Die Spender sollten sich darauf einstellen.“ 

Für ihre 50. Spende wurde am Dienstag Kornelia Antolin-Scholz geehrt; Zehnmal gaben Beate Gierse, Katja Winter und Winfried Trinkaus ihr Blut ab. Die nächste Gelegenheit zur Blutspende in Werdohl gibt es am kommenden Montag wieder in der Ütterlingser Gaststätte Bei Laki, in der Zeit von 15.30 bis 20 Uhr.

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