Maler Werner Turk wird 100

Bilder nicht unter 1000 Mark

+
Der 73-jährige Heinz-Werner Turk ist der Sohn des 2012 verstorbenen Malers Werner Turk. Gemeinsam mit Heinz Rohe (links) vom Kleinen Kulturforum hat er eine Ausstellung zum 100. Geburtstag seines Vaters auf die Beine gestellt. Etwa 45 Bilder werden ab Mitte Februar gezeigt.

Werdohl - Wer Werner Turks Bilder sehen will, braucht nur den Computer zu starten und die Internet-Präsenz des 2012 verstorbenen Malers aufzurufen. Einige hundert Werke sind dort digital archiviert, auch acht Jahre nach seinem Tod wird die Seite von nahen Verwandten gepflegt. Wer allerdings Turks Bilder von Landschaften, Häusern, Figuren und Menschen im Original sehen möchte, sollte sich aufmachen und die Ausstellung von etwa 45 ausgesuchten Arbeiten im Kleinen Kulturforum im Werdohler Bahnhof besuchen. Sein Sohn Heinz-Werner Turk hat zusammen mit Heinz Rohe vom Kulturforum eine Ausstellung anlässlich des 100. Geburtstags von Werner Turk organisiert. Sie gibt tiefe Einblicke in das lange Leben des Malers und der Umstände seine künstlerischen Schaffens.

„Werner Turk war eine Ausnahmeperson“, sagt Kurator Heinz Rohe vom Kulturforum. Die Umstände in seinem Elternhaus zwangen den jungen Mann dazu, einen richtigen Beruf zu lernen. Turk wuchs zwischen den beiden Weltkriegen mit vier Geschwistern auf, sein Vater war Lithograf und kam schwer verletzt aus dem Ersten Weltkrieg zurück.

Sohn Heinz-Werner Turk ist beeindruckt davon, was sein Vater schon als Kind aufs Papier gebracht hat. Die „Winterlandschaft“, die Turk senior mit acht Jahren malte, hängt heute bei Sohn Heinz-Werner im Wohnzimmer. Der ist jetzt auch schon 73 Jahre alt und engagiert sich in vielfacher Weise für die Heimatgeschichte in Werdohl und jetzt an seinem Wohnort Neuenrade. Übrigens: Auch Heinz Rohe ist Neuenrader und fast genauso alt. Rohe ist Vorsitzender des Kleinen Kulturforums (KKF). Seit dem Neubeginn im Bahnhof zeigt das KKF jedes Jahr einen anderen heimischen Künstler: Paul Seuthe, Eilert Lohe, Grete Brüninghaus, Annette Kögel und Hiltrud Steuble-Deigmöller.

Jetzt also Werner Turk. Nochmal sein Sohn: „Mein Vater hat nach dem Krieg überall die Bauernhöfe gemalt, da hatten wir immer zu essen.“ Später seien Bilder seines Vaters für nicht weniger als 1000 Mark verkauft worden. Für einen Auftrag gab es sogar einmal 13 000 Mark – sehr viel Geld zu der Zeit. Große Reichtümer hat Turk aber nie angehäuft, er wollte die Welt sehen und sah sich als malender Weltenbummler.

Ausstellungseröffnung: Die Bilder werden erstmals am Sonntag, 16 Februar, 11.30 Uhr, im KKF gezeigt. Die Einführung spricht Heinz-Werner Turk.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare