Ausstellung: „Betreten auf eigene Gefahr“

Laden unter dem Motto „Betreten auf eigene Gefahr“ zur Ausstellung ins Kleine Kulturforum ein: Die Werdohler Thomas Volkmann (von links), Annette Kögel, Jörg Ziese,Gerhard Kania, Hiltrud Steuble-Deigmöller, Kurt Kornmann und Ingo Duisberg sowie Klaus Rinke (nicht auf dem Bild). - Foto: Heinze

WERDOHL -   Unter dem Motto „Betreten auf eigene Gefahr“ laden die Künstler Annette Kögel, Hiltrud Steuble-Deigmöller, Thomas Volkmann, Gerhard Kania, Ingo Duisberg, Jörg Ziese, Kurt Kornmann und Klaus Rinke am Freitag, 22. März, um 18 Uhr ins Kleine Kulturforum ein. Gezeigt werden Malerei, Objekte und Installationen.

„Das Kleine Kulturforum befindet sich in einem Gebäude, das einzustürzen droht, sobald mehr als 70 Personen den Hauptraum betreten“, sagt Thomas Volkmann. „Hat Kultur nicht mehr die Zugkraft, um das Volk zu begeistern oder wohnen in Werdohl lediglich 70 Kunstinteressierte?“ fragen sich die Künstler um Thomas Volkmann angesichts des Hinweisschildes, das am Kleinen Kulturforum hängt. Der mehrdeutige Ausstellungstitel verspreche mehr als nur eine Aneinanderreihung von Arbeiten aus unterschiedlichen Ateliers. „Gezeigt werden Werke von Künstlern, die seit Dekaden durch zahlreiche Ausstellungen einen kulturellen Beitrag für das Kulturschaffen in ganz Deutschland leisten.“ Kunst lebe vom Austausch zwischen Kunstschaffenden und Kunstfördernden. Ein erster Schritt sei die Konzentration unterschiedlicher Künstler in einer Ausstellung.

Die Besucher können sich aktiv an einer künstlerischen Aktion beteiligen. „Jeder Besucher soll mittels eines einfachen Pinselstriches zur Entstehung eines Bildes beitragen. Das Bild soll den Zeitpunkt des räumlichen Wechsels des Kleinen Kulturforum in den Kulturbahnhof kennzeichnen“, sagt Kurt Kornmann. Damit sollen die Besucher symbolisch ihre Zustimmung und die Aufforderung zum Weitermachen bekunden, wie Kornmann erklärt. Die Künstlerkooperation Kania.Volkmann wird eine Installation aus Objekten und Collagen präsentieren. Unter dem Motto „Denken ist Gefahr“ werden Themen wie Staat, Kirche, Mythologie und Glaube künstlerisch beleuchtet.

Annette Kögel stellt unter anderem „Die B(l)austelle“ aus – eine Bodeninstallation bestehend aus über 400 blauen Quadern und Platten, die aus Styropor in Mischtechnik gearbeitet sind und die anlässlich des Hagener Projektes „BLAU“ 2006 zum ersten mal gezeigt wurde.

Die im Kulturforum von Jörg Ziese gezeigten Arbeiten werden durch das Thema der Ausstellung in einen neuen Kontext gestellt und bekommen darüber hinaus weitere visuelle Reize. Hiltrud Steuble-Deigmöller arbeitet mit Schiefer als Gestaltungsmaterial und kombiniert dieses mit Piktogrammen der Neuzeit. Auch auf die Arbeiten von Ingo Duisenberg und Klaus Rinke dürfen die Besucher gespannt sein. - ute

Die Ausstellung „Betreten auf eigene Gefahr“ wird am Freitag, 22. März, um 18 Uhr im Kleinen Kulturforum eröffnet. Auch am Samstag, 23. März, und Sonntag, 24. März, sind die Besucher von 11 bis 18 Uhr willkommen.

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