Kastanien am Kirchpfad müssen weichen

Die Baustelle an der Blumenstraße ist bereits eingerichtet. Der Bauleiter der ausführenden Firma hat versprochen, dass es heute „definitiv richtig losgehen soll“.

WERDOHL ▪ Mit zahlreichen Themen haben sich die Mitglieder des Ausschusses für Umwelt und Stadtentwicklung am Dienstag beschäftigt.

Einstimmig beschlossen die Kommunalpolitiker, die Kastanien am Kirchpfad – sie sind laut einer Expertise allesamt geschädigt – fällen zu lassen. Als Ersatzanpflanzung sind 14 Amerikanische Stadtlinden vorgesehen.

Einig waren sich die Anwesenden auch bezüglich des Fußweges zwischen Ruppenhahn und Berliner Straße: Dieser soll zurückgebaut werden – und zwar im Rahmen der Umgestaltung der Grundschule Ütterlingsen. Bürgermeister Siegfried Griebsch kündigte in diesem Zusammenhang die Erstellung eines Kriterienkataloges an. Auf diesen wollen die Ausschussmitglieder künftig zurückgreifen, wenn es um die Frage geht, ob ein Verbindungsweg erhalten bleiben soll. Griebsch: „Kriterien dafür könnten zum Beispiel der Instandhaltungsaufwand, die Feststellung, ob es sich um einen Schulweg handelt, oder wie stark der Weg frequentiert wird.“

Im Zuge der Sparbemühungen will die Verwaltung künftig die Pflege von Hecken im Bereich von Fußgängerverbindungs- oder Gehwegen interessierten Eigentümern anliegender Grundstücke überlassen. Laut Vorlage kostet die Verwaltung der Schnitt einer Hecke bis einen Meter Höhe bei einem dreiseitigen Schnitt rund 13 Euro pro laufenden Meter. Einstimmig folgten die Kommunalpolitiker dem entsprechenden Beschlussvorschlag.

Um den Schnitt einer Hecke ging es auch SPD-Ratsherr Jürgen Henke. Er erinnerte an den folgenreichen Motorradunfall Anfang September, bei dem ein Autofahrer aus der Selvestraße nach links auf die B 229 abbiegen wollte – und dabei zwei Motorradfahrer übersehen hatte (wir berichteten). „Diese Ecke ist schlecht einsehbar“, erklärte Henke. Die Hecke dort müsse dringend geschnitten werden. Zudem hätten sich die Anwohner beschwert, dass dort zu schnell gefahren werde, und Geschwindigkeitskontrollen angeregt.

Stattgefunden haben diese bereits an der Einmündung der K 8 auf die B 229. Fachbereichsleiter Bernd Mitschke berichtete, die Polizei habe dort zwischen dem 18. und dem 25. Juni nach der Aufbringung der Markierung Kontrollen durchgeführt. Dabei sei die Geschwindikeit von insgesamt 26731 Fahrzeugen gemessen worden, die Richtung Lüdenscheid fuhren. Diese seien durchschnittlich mit 70 Stundenkilometern unterwegs gewesen. Die 28 866 Fahrzeuge, die Richtung Werdohl unterwegs waren, fuhren laut Mitschke durchschnittlich 68 Stundenkilometer schnell.

Um Verkehrssicherheit ging es Fachbereichsleiter Mitschke auch beim nächsten Thema. An der Einmündung der Wallgrabenstraße in den Pungelscheider Weg bestehe Handlungsbedarf bezüglich eines Heckenschnitts. Das Parkverhalten in diesem Bereich könne die Verwaltung allerdings nicht kritisieren. Es führe dazu, dass sich Autofahrer vorsichtig verhalten würden. Cornelius Böttcher (SPD) wollte das so nicht stehen lassen: „Es geht um das Parken direkt im Anschluss an die Einmündung“, stellte er fest. Insbesondere in den Abendstunden sei das Parkaufkommen hoch. Er bat die Verwaltung, das nochmals zu überprüfen.

Erneut beschäftigten sich die Kommunalpolitiker mit der Verzögerung der Bauarbeiten an der Blumenstraße (wir berichteten). Zahlreiche Anwohner hätten sich beschwert, dass die Arbeiten immer noch nicht begonnen hätten, hieß es. Auf Anfrage sagte Thorsten Schroeder gestern, am Montag sei dort sehr wohl gearbeitet worden. „Elektroverbindungen wurden verlegt“, berichtete der Leiter der Abteilung Bauen und Immobilienmanagement. Dass am Dienstag nicht gearbeitet wurde, sei zuvor mit der Verwaltung abgesprochen worden. Der zuständige Bauleiter des ausführenden Unternehmens versprach gestern im Gespräch mit der Redaktion: „Am Donnerstag geht es definitiv richtig los.“

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