Ausgleich für Fläche am Grasacker

WERDOHL - Die bevorstehende Einführung eines Parkraumbewirtschaftungskonzeptes beschäftigte die Lokalpolitiker in ihrer Sitzung am Montag. Rolf Prange, der sich in der Verwaltung mit dem Thema beschäftigt, erläuterte den Vertretern der vier Ratsfraktionen den derzeitigen Stand der Dinge. Vor allem die Regelung bezüglich der Dauerparkplätze beschäftigte die Lokalpolitiker.

„50 Angestellte des WK-Warenhauses kommen mit dem Auto. Wenn man das hochrechnet, wie bekommen wir diesbezüglich die Enden zusammen“, gab Jürgen Neumann (FDP) zu bedenken. Es sei noch nicht klar, wie viele Dauerparkausweise beantragt würden, so Prange. Ziel sei es, eine gesunde Auslastung zu erzielen. „Wenn wir nach einer gewissen Zeit sehen, dass beispielsweise viele Parkplätze im Alten Dorf nicht genutzt werden, können wir nachträglich noch eine bestimmte Anzahl von Parkplätzen für Dauerparker freigeben“, so Prange. WBG-Politiker Uwe Kreikebaum fragte, ob es für die Fläche am Grasacker, die eigentlich fester Bestandteil des Parkraumbewirtschaftungskonzeptes war und nun bebaut werden soll, Ausweichflächen geben werde. Auch dafür hat Prange bereits eine Lösung. An der Goethestraße könnten 33 Parkplätze markiert werden. Auch sei es möglich, weitere 13 Parkplätze an der Talstraße zu kennzeichnen.

Wie berichtet hatte es in der vergangenen Woche ein Treffen Pranges mit den Einzelhändlern gegeben. Die Geschäftsinhaber stehen der Einführung der Parkgebühren kritisch gegenüber. „Ob die Einzelhändler ein Bonus- oder Vergütungssystem für ihre Kunden einführen werden, ist noch offen,“ so Prange. Die Stadt werde sich daran aber nicht beteiligen.

Der Verwaltungsmitarbeiter berichtete im Ausschuss zudem von den Verhandlungsergebnissen mit den Eigentümern privater Stellflächen. Das Unternehmen Edeka plane beispielsweise, das Parken mit Parkscheibe (90 Minuten) im noch zu errichtenden Parkhaus zuzulassen. Die Stadt werde die Flächen aber nach Absprache kontrollieren. Gleiches gelte für den Lidl-Parkplatz. Der Parkplatz der Ditib-Moschee stehe der Stadt außer an Freitagen für die Bewirtschaftung ebenfalls zur Verfügung. Für die Moschee-Mitglieder sollen eigene Parkausweise ausgestellt werden. Sie brauchen auch in der Woche keine Gebühren zahlen.

Die 32 Parkplätze des Textildiscounters Kik können die Verantwortlichen im Rathaus ebenfalls bewirtschaften, so Prange. Das WK-Warenhaus werde eine eigene Lösung mit einer Schrankenanlage schaffen. Der Parkplatz gegenüber des Getränkemarktes würde für die städtische Bewirtschaftung freigegeben. Abschließend stellte der Verwaltungsmitarbeiter klar: „Es wird Nachbesserungsbedarf geben. Uns fehlen die Erfahrungen“, sagte er und erläuterte das weitere Vorgehen. So müsse noch eine Satzung ausgearbeitet und beschlossen werden.

Von Ute Heinze

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