Ausflug in die Welt der Steuern

WERDOHL ▪ „Wir wollen den Schülern den Umgang mit Steuern näher bringen“, erklärte Claudia Hinz vom Finanzamt Altena. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Michael Reimann präsentierte sie den Schülern der elften Klassenstufe der Albert-Einstein-Gesamtschule Einblicke in die Welt der Steuerzahlungen. Von Jana Peuckert

Und so erfuhren die Mädchen und Jungen unter anderem, dass der Staat Steuern einnehmen muss, um sich zu finanzieren. Im Laufe des Vortrags banden die Referenten ihre Zuhörer durch Fragen immer wieder mit ein, was für eine lockere Atmosphäre sorgte. Die Schüler zeigten, dass sie schon Einiges über das Thema wussten. So konnten sie bei der Frage, welche Steuern sie denn kennen, eine recht große Anzahl zusammentragen.

Als es schließlich darum ging, den Mädchen und Jungen aufzuzeigen, wohin die Steuergelder fließen, kamen diese ganz schön ins Staunen. Denn: „Das Fertigstellen eines Meters Autobahn kostet 9000 Euro. Eine Schulklasse mit 25 Schülern kostet pro Monat 13 000 Euro. Ein Gefängnisinsasse kostet 29 120 Euro pro Jahr und ein Drehleiterwagen der Feuerwehr 600 000 Euro“, wusste Hinz zu berichten.

Im weiteren Verlauf des Vortrags bekamen die Schüler erklärt, dass es sich bei Steuern um Leistungen ohne Gegenleistung handelt und, dass es 30 verschiedene Arten von Steuern gibt.

Das Referat ist Bestandteil des Projektes „Schule und Steuern“, das Ende vergangenen Jahres durch das Finanzministerium Nordrhein-Westfalen ins Leben gerufen wurde. Insgesamt statten vier Mitarbeiter des Finanzamtes Altena weiterführenden Schulen einen Besuch ab, um die Schüler über Wissenswertes im Zusammenhang mit Steuern zu informieren. Der Vortrag in der Albert-Einstein-Gesamtschule bildete den Start der Vortragsreihe. „Es ist geplant, das Projekt auch auf Realschulen auszuweiten“, gab Reimann an. Wann das verwirklicht werde, stehe noch nicht fest. Am Ende des Referats konnten die Schüler die Leistung der Besucher mittels eines Feedbackbogens bewerten.

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