DRK ist auf Augenhöhe

Die Indienststellung des neuen Rettungswagen und der Umzug in eine neue Halle waren die Höhepunkt für 2009.

WERDOHL ▪ Zwei positive Ereignisse haben das Geschäftsjahr 2009 des DRK-Ortsverbandes Werdohl in besonderem Maße geprägt: Die Anschaffung eines modernen Rettungsfahrzeuges und die Tatsache, dass es gelungen war, den Fuhrpark „glücklicherweise noch vor Beginn des harten Winters“ in einer Halle des Menshen-Betriebsgebäudes am „Kalkofen“ unterzubringen.

Daran erinnerte DRK-Vorsitzender Gerd Teekenbörg am Donnerstagabend während der Jahresmitgliederversammlung im Ütterlingser Krug.

Mit dem neuen Rettungswagen, der zwar gebraucht und günstig gekauft werden konnte, sich aber in einem Top-Zustand befand, befinde man sich nunmehr „auf Augenhöhe mit den anderen Rettungsdiensten in Werdohl“, unterstrich Teekenbörg, und aus dem Rückblick der DRK-Einsatzbereitschaft wurde deutlich, dass dieses Fahrzeug schon kurz nach Indienststellung seine Feuertaufe erhalten hat – in Zusammenhang mit einem tragischen, tödlichen Unfall, bei dem unter den Trauernden mehrere Personen Kreislaufzusammenbrüche erlitten.

Der Umzug in die Halle am „Kalkofen“, so hatte Gerd Teekenbörg zudem herausgestellt, biete das, was man jahrelang vermisst habe – eine zentrale Lage. Der Vorstand hoffe, dass diese Lösung von Dauer sei.

Weniger Erfreuliches kam in der Versammlung unter dem Punkt Verschiedenes zur Sprache. Florian Tremblau hatte den Finger in die Wunde gelegt: Der Zustand des DRK-Quartiers an der Leipziger Straße wird immer schlechter; das Gebäude verfalle und sei Ziel von Vandalismus. Es habe eine schlechte Außenwirkung – auch im Blick auf die Nachwuchs- und Mitgliederwerbung. Die Motivation, „alles in Ordnung zu halten, sinkt“.

Was die Ütterlingser Unterkunft angeht, stellte DRK-Vorsitzender Teekenbörg vorerst keine bessere Lösung in Aussicht. Seit Jahren sei man auch hier auf der Suche nach einem zentraleren und besseren Quartier. Es gebe Kontakt zur Werdohler Wohnungsgesellschaft und man hoffe, dass mit deren Umzug in den Bahnhof Woge-Räume an der Dammstraße genutzt werden können, aber „wir warten auf diese Option“. Gleichwohl sei nicht klar, wann sich die Hoffnung erfülle.

Die Unterkunft in Ütterlingsen, so bestätigte Teekenbörg, sei kein Vorzeigeobjekt. Der Zustand verschlechtere sich ständig, aber sie sei derzeit die einzige und vor allem finanziell tragbare Lösung. Zudem liege das Quartier – gemessen an der vorherigen Unterkunft in Elverlingsen – relativ zentral, auch wenn die ehemalige Schule an der Leipziger Straße alles andere als das Merkmal einer Traumlage trage. Der Vorsitzende appellierte an alle, mit dem Provisorium weiter klarzukommen.

Rainer Kanbach

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