Letzte Arbeiten am Trittsteinbiotop

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Mitarbeiter einer Gartenbau-Firma nehmen die Anpflanzungen im Bereich des Trittsteinbiotops in Versevörde vor. Hier werden parallel zur B 229 Eschen gesetzt.

Werdohl - Die Arbeiten am Trittsteinbiotop in Versevörde, das im Zuge der Renaturierung der Verse angelegt wird, sind in die Endphase getreten. Nachdem im Dezember vergangenen und Januar diesen Jahres die Grundstruktur für das neu zu gestaltende Gelände mit drei Inseln und einer Zuwegung zum Wasser geschaffen wurde, folgte in dieser Woche die Bepflanzung mit Bäumen und Sträuchern durch ein Unternehmen aus dem Raum Gummersbach.

Auf der rund hundert Meter oberhalb der Verse-Einmündung zur Lenne geschaffenen Hauptinsel ist der vorhandene Altbaumbestand durch mehrere Schwarz-Erlen und wasserverträgliches Gehölz ergänzt worden. An den Hängen wurden unter anderem Haselnuss- und Schneeball-Büsche gepflanzt, die künftig durch Grasflächen umschmeichelt werden. Die Saat liegt.

Darüber hinaus hat das Unternehmen nach den Weisungen einer Landschaftsplanerin auf der geraden Fläche entlang der B 229 und des Mühlenweges mehrere Eschen gesetzt – hochkronige Bäume also, die sich schon bald als Hingucker entwickeln dürften. Man sei, so Peter Erwig von der Werdohler Stadtverwaltung, trotz der nächtlichen Minustemperaturen das Risiko eingegangen, die Bäume schon jetzt zu pflanzen. Risiko deshalb, weil die Äste fachmännisch beschnitten wurden, aber Schaden nehmen könnten, wenn die Temperaturen zu sehr ins Minus absacken.

Wie schon berichtet, wurde auch ein Schotterweg zur Verse hin angelegt, an dessen Rand Natursteinblöcke zum Sitzen einladen. Bei Niedrigwasser besteht die Möglichkeit, am Ufer des Baches zu spielen.

Eine der Vorgaben ist unverrückbar geblieben: Wilde Grillstationen werden nicht geduldet, und wenn das Gelände als Müllkippe zweckentfremdet wird, soll es eingezäunt werden – und aus ist es für Erwachsene und Kinder mit dem Erlebnis am Wasser.

Ist auch der letzte Arbeitsgang am Trittsteinbiotop in Versevörde beendet, darf von einem Investitionsvolumen von rund 400 000 Euro gesprochen werden – weit mehr als geplant aber verursacht durch zusätzliche Maßnahmen, wie die Verlegung eines Kanals. Zehn Prozent der Kosten werden durch die Stadt Werdohl getragen, der Rest ist Sache des Landes.

Mit dem Abschluss in Versevörde ist die Renaturierung der Verse insgesamt noch nicht zu Ende. Die nächste Maßnahme befindet sich schon in Planung im Bereich Rutenpaul und Grabenstraße. Die wasserrechtliche Bewilligung liegt laut Peter Erwig bereits vor.

Der Zuschuss-Antrag liegt seit Januar bei der Bezirksregierung und vielleicht, so Erwigs Hoffnung, „erhalten wir schon in der ersten Jahreshälfte und nicht erst im dritten Quartal den Bewilligungsbescheid.“

Die Rede ist derzeit von einem Kostenvolumen von rund 70 000 Euro.

Von Rainer Kanbach

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