Baustelle dauert an

Aufzug funktioniert noch immer nicht: Politik nimmt Bahnhofsumfeld in den Blick

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In den vergangenen Tagen sind die schäbigen und feuchten Baustellenverkleidungen am vorderen Bahnhofsaufzug verschwunden. Der Aufzug soll jetzt ab der dritten Februar-Woche fahren.

Werdohl – Jürgen Henke führt „seinen“ Ausschuss für Umwelt und Stadtentwicklung (Ustea) in einer ganz besonderen Art und Weise. Der 75-jährige ehemalige Polizist engagiert sich schon seit Jahren ganz persönlich als SPD-Politiker sowie in seiner Funktion als Ausschussvorsitzender um den Lenneradweg, aber auch um den Werdohler Bahnhof.

Beide Themen stehen auf der Tagesordnung des Ausschusses kommenden Dienstag. 

Während es mit dem Lenneradweg nur mühsam vorangeht, sieht es am Bahnhof etwas besser aus. Henke unterhält gute Kontakte zu verschiedenen Bahn-Mitarbeitern, die für die Bahnhöfe zuständig sind. Bei der lang dauernden Baustelle am vorderen Bahnaufzug soll jetzt tatsächlich ein Ende in Sicht sein: Henke verbreitet die Nachricht eines Hagener Bahn-Verantwortlichen, dass der Aufzug in der dritten Februar-Woche in Betrieb genommen werden soll. 

Vergammelte Absperrungen verschwunden

Sichtbare Veränderung ist seit wenigen Tagen das Verschwinden der nassen und vergammelten Baustellenabsperrungen. Ein Bahn-Sprecher hatte die immer weiter verschobene Inbetriebnahme des Aufzugs mit technischen Problemen bei der bauausführenden Firma erklärt. Die Bahn treffe keine Schuld, die Firma käme einfach nicht richtig voran. 

Das Gebäude der Taxi-Zentrale direkt gegenüber den Bahn-Aufzügen ist total heruntergekommen. Mit Klimaschutz-Plakaten soll es jetzt verschönert werden.

Henke sagte jetzt im Gespräch mit unserer Redaktion, dass er das Thema Bahnhofsumfeld als gesonderten Tagesordnungspunkt auf die Sitzung des Ustea gesetzt habe. Er wolle in diesem Zusammenhang wissen, wie denn der Kenntnisstand der Verwaltung sei. 

Hausfassade soll verschönert werden

In einem weiteren Tagesordnungspunkt geht es auch um den Bahnhof und dessen Umfeld: Klimaschutzmanagerin Meike Majewski schlägt vor, mit geförderten Klimaschutz-Plakaten eine Hausfassade gegenüber den Bahnhofs-Aufzügen zu verschönern. Die Aktion soll 2500 Euro kosten und wird zu 90 Prozent bezuschusst, die Stadt muss nur 250 Euro aufbringen. 

Majewski schreibt in der Vorlage für den Ustea, dass es ihre Aufgabe ist, einen größeren Teil der Werdohler Bevölkerung als bisher zu erreichen und auf das Thema Klimaschutz aufmerksam zu machen. Am Bahnhof will sie zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Direkt gegenüber den Aufzügen steht ein unansehnliches und gammeliges Gebäude. Darin befindet sich ein Taxiunternehmen. Majewski: „Durch ihre Lage steht die Fassade im Fokus der in Werdohl ankommenden Zugreisenden, eine optische Aufwertung ist daher dringend geboten.“ 

Die Stadt Werdohl erhält in Absprache mit dem Taxiunternehmen auf unbestimmte Zeit die Möglichkeit, die Fassadenfläche kostenlos als Werbefläche zu nutzen. Dadurch, so Majewski, nehme die Stadt auch Einfluss auf die Fassadengestaltung. Eine drei mal acht Meter große Trägerplatte soll mit einem Rahmen an der Hauswand befestigt werden, darauf können wechselnd die vier Klimaschutzplakate angebracht werden. 

Meike Majewski: „Hierdurch werden für den Betrachter Anreize geschaffen, in den Bereichen Mobilität, Ernährung, Konsum und Wasser selbst ins Handeln zu kommen.“

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