Pendler müssen sich weiter gedulden

Aufzug am Bahnhof Werdohl erst 2020 fertig

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Der nordseitige Aufzug am Bahnhof ist neu gebaut, aber noch nicht freigegeben worden. Bei Prüf- und Abnahmearbeiten sei es zu kleineren Problemen gekommen. Die Baustellenverkleidung ist mittlerweile sehr unansehnlich geworden.

Werdohl – Noch weitere Verzögerung bei der Inbetriebnahme des neuen Aufzugs am Bahnhof: Jetzt wird erst mit einem Start im ersten Quartal 2020 gerechnet.

Das bestätigte Roland Risse von der DB Station und Service Gesellschaft in Hagen auf Nachfrage der Redaktion. 

„Wenn es nach uns ginge, wäre der Aufzug schon lange in Betrieb“, kommentierte Risse mit dem Verweis auf die Abhängigkeit von Drittfirmen. Der neu gebaute vordere Aufzug befinde sich immer noch im Prüf- und Abnahmeprozess der Herstellers. Der Eingang ist mit einem Bretterverschlag abgeriegelt, an dem die Nässe deutliche Spuren hinterlassen hat. Schon seit Monaten sind keine Tätigkeiten von Handwerkern zu beobachten. Dass die Arbeiten „vor Ort kaum sichtbar“ seien, bestätigte Risse ebenfalls. 

"Kleinere Unregelmäßigkeiten" festgestellt

Bei der Prüfung seien „kleinere Unregelmäßigkeiten“ festgestellt worden, die „aktuell behoben“ würden. Die Inbetriebnahme des neuen Aufzugs könne daher „zu unserem Bedauern“ erst im ersten Quartal des nächsten Jahres erfolgen. Zuletzt war die Inbetriebnahme für Ende dieses Jahres avisiert worden. Ein Aushang an der verwaisten Baustelle am Bahnhof informiert die Fahrgäste noch über eine Öffnung im Dezember. 

Roland Risse bemühte sich um die Darstellung, dass die Deutsche Bahn an dieser Verzögerung wirklich keine Schuld trage. Der Auftrag sei an Drittfirmen vergeben worden – dass diese offensichtlich mit der Arbeit nicht nachkämen, liege zumindest nicht am Auftraggeber. 

Genauen Termin kann Bahn-Sprecher nicht nennen

In welchem Monat des ersten Quartals die Fertigstellung und Freigabe erfolgen werde, konnte Risse nicht sagen. Er hoffe, dass es bei dieser zeitlichen Zusage der beauftragten Firmen bleibe. 

Beide Aufzugsanlagen am Bahnhof hatten sich in der Vergangenheit häufig als sehr störanfällig erwiesen. Weil immer wieder auch Personen in einem der Aufzüge stecken blieben, führte dies zu Einsätzen der Feuerwehr. Erst war von absichtlichem Missbrauch der Aufzüge gesprochen worden, später stellte sich heraus, dass die Technik unzuverlässig geworden war. Nachdem die Deutsche Bahn den Bau einer neuen Aufzugsanlage mehrfach angekündigt und ebenso häufig verschoben hatte, begannen die Arbeiten an der Anlage auf der südlichen Seite des Bahnhofs Ende Juni. Seitdem können Fahrgäste des privaten Verkehrsunternehmens Abellio, das die Bahnstrecke im Nahverkehr bedient, nicht mehr nutzen. Wer auf einen Lift angewiesen ist, um mit oder ohne Gepäck oder Fahrrad zum Bahnsteig und zurück zu kommen, kann seit mehreren Monaten ausschließlich die nördliche Aufzugsanlage benutzen, die von der Vosslohstraße aus erreichbar ist. 

Nördliche Anlage wird nun doch nicht erneuert

Nach den ursprünglichen Planungen der Deutschen Bahn sollte auch diese Anlage in einem zweiten Schritt erneuert werden. Dies ist aber längst nicht mehr vorgesehen, das hatte ein Bahnsprecher im Sommer erklärt.

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