Böschungsbruch

Aufwendige Sanierung: Wichtige Verbindungsstraße im MK wird wohl komplett gesperrt

Der Höhenweg bleibt im Bereich des Altenheims Forsthauses nach einem Böschungsbruch zunächst nur einspurig befahrbar. Um den Hang komplett sanieren zu können, muss die wichtige Verbindungsstraße aber wohl komplett gesperrt werden.
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Der Höhenweg bleibt im Bereich des Altenheims Forsthauses nach einem Böschungsbruch zunächst nur einspurig befahrbar. Um den Hang komplett sanieren zu können, muss die wichtige Verbindungsstraße aber wohl komplett gesperrt werden.

Seit Mitte Februar hat der Landesbetrieb Straßen.NRW auf dem Höhenweg (L 655) im Bereich der Forsthaus-Kurve eine halbseitige Sperrung der Fahrbahn eingerichtet. Grund dafür ist ein Böschungsbruch.

Zunächst war noch unklar, wie stabil der Hang in dem Bereich noch ist. Nun liegt das Ergebnis der Erduntersuchung vor. Erfreulich ist es allerdings nicht.

Wie Straßen.NRW-Sprecher Andreas Berg auf Anfrage bekannt gab, zeigt das von einer Fachfirma angefertigte Baugrundgutachten, dass definitiv Handlungsbedarf besteht. Der Hang muss in nächster Zeit neu befestigt werden, um ein mögliches Abrutschen zu verhindern. Allerdings betont Andreas Berg auch: „Der Gutachter hat festgestellt, dass keine akute Gefahr besteht.“ Eine schnelle Sofortmaßnahme kann der Landesbetrieb deshalb wohl nicht durchführen, sondern muss die Bauaufträge ausschreiben.

Hang muss baulich befestigt werden

Für die Autofahrer bedeutet das, dass sie die halbseitige Sperrung für eine bislang unbestimmte Zeit weiter hinnehmen müssen. Solange der Hang nicht baulich befestigt worden ist, soll „entlang des Böschungskopfes ein lastfreier Streifen von mindestens zwei Metern bleiben, um lokale Rutschungen zu verhindern“, zitiert Berg aus dem Gutachten.

Der Landesbetrieb befasse sich bereits damit, die Reparaturschritte zu planen. Wie lange die Instandsetzung dauern wird, das möchte Berg nicht vorhersagen: „Zum jetzigen Zeitpunkt wäre das wie ein Blick in die Glaskugel.“

Zwei Reparaturphasen

Klar ist wohl: Straßen.NRW strebt zwei Reparaturphasen an. Zunächst soll „mit einer kleineren Maßnahme die Standfestigkeit des Hanges wiederhergestellt werden“, beschreibt Andres Berg. Sperrung und Baustellenampel will man dann fürs Erste wieder abbauen. Welche Arbeiten genau diese „kleinere Maßnahme“ umfasst, das ist noch nicht bekannt.

Im weiteren Verlauf werde man aber wohl nicht umhinkommen, den Hang im großen Stil zu sanieren, meint Andreas Berg.

Hang wird großflächiger begutachtet

Dann soll nicht nur die derzeit schadhafte Stelle ins Auge gefasst, sondern der Hang großflächiger begutachtet werden. „Das wird eine riesengroße Maßnahme“, sagt Berg. Wann die Reparatur durchgeführt werden könnte, ist bisher nicht abzusehen. Klar ist aber wohl, dass es teuer wird. Wie teuer genau, wagt der Straßen.NRW-Sprecher nicht zu beziffern. Er meint nur: „Es wird sicher keine billige Baustelle.“

Wahrscheinlich ist, dass der Höhenweg für die Dauer der Reparatur voll gesperrt werden muss. Wie Berg dem Erdgutachten entnimmt, muss der Hang allein an der jetzt beschädigten Stelle auf einer Länge von 40 bis 50 Metern rund 2,5 Meter tief abgetragen werden – inklusive der Fahrbahn. Die einzelnen Straßenschichten werden später neu aufgebaut. Berg kann sich vorstellen, dass auch über den am Hang gelegenen Straßenabschnitt hinaus die Fahrbahndecke erneuert wird, wenn die L 655 ohnehin vollständig gesperrt ist.

Kein einfaches Bauvorhaben

Insgesamt sei das Bauvorhaben nicht einfach: Weil der Hang so steil ist, müsse zum Beispiel geklärt werden, welches Unternehmen die Arbeiten überhaupt durchführen kann.

Nachdem Straße und Erdreich abgetragen wurden, soll zunächst die Erde der weiter unten liegenden Bodenschichten verdichtet werden. Nach und nach will man dann mehrere Lagen sogenannter Geogitter verbauen. Sie bestehen aus Kunststoff und funktionieren im Prinzip wie Stahlgitter in Beton. Sie sorgen dafür, dass das Material in sich stabiler wird und größerer Belastung standhält.

Geogitter werden eingebaut

Am Höhenweg wird Straßen.NRW vermutlich drei Lagen der Geogitter in den Hang bringen. Zwischen den Lagen befindet sich immer verdichtete Erde. Sehen wird man davon zum Schluss kaum etwas.

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