„Auftritt Beruf“: Schüler lernen Konfliktlösung

+

WERDOHL ▪ Im Großen und Ganzen kam das theaterpädagogische Berufswahltraining bei den Schülern der Erich Kästner-Hauptschule gut an. Eine Gruppe Zehntklässler hatte während der vergangenen zwei Tage mit Gabi Böllke und Marcia Golgowsky von der RAA Wuppertal die unterschiedlichsten Übungen zum Sozialtraining sowie zur Berufsorientierung durchgeführt.

Am Dienstag zog die Gruppe ihr Fazit. Mehr Selbstvertrauen wollen die einen gewonnen haben, andere wiederum sind davon überzeugt zu wissen, wie sie sich in künftigen Bewerbungsgesprächen richtig zu verhalten haben. Doch übten die Schüler auch Kritik: manche der Übungen seien langweilig gewesen, bei den Rollenspielen fühlten sich die meisten von ihnen unwohl. „Dennoch habt ihr das prima gemeistert“, lobten die Kursleiterinnen die Jugendlichen. Doch auch Gabi Bölke und Marcia Golgowsky hatten in ihrem Rückblick nicht nur lobende Worte für die Zehntklässler parat. „Zwischendurch war es auch für uns sehr anstrengend. Vor allem dann, wenn ihr unkonzentriert an die Aufgaben herangegangen seid.“ Und auch wenn für manche der Sinn einiger Übungen jetzt noch unklar erscheint, „vielleicht erkennt ihr zu einem späteren Zeitpunkt den Hintergrund“.

Zur Umsetzung des theaterpädagogischen Berufswahltrainings gehörten neben praktischen Übungen auch Rollenspiele. Vier Aufführungen hatte die Gruppe einstudiert – am Dienstag präsentierten die Jugendlichen ihr Workshop-Programm „Auftritt Beruf“ vor Schulleiterin Silke Neubeck und Konrektor Jan Veenboer im Kleinen Kulturforum.

Dargestellt wurden verschiedene berufliche Konfliktsituationen. Ziel der Rollenspiele ist, den Schülern Alternativen zu bisherigen Denk- und Verhaltensmustern aufzuzeigen. Konstruktive Lernprozesse sollen ihnen helfen, problematische Situationen im Alltag besser einschätzen zu können und bereits im Vorfeld entsprechend zu reagieren. Angesprochen werden dabei drei Themenschwerpunkte – Höflichkeit, Kritik und Konflikt – mit dem Ziel, Lösungsmöglichkeiten für schwierige Alltagssituationen zu finden. Die gestellten Konflikt-Situationen für die Werdohler Schülergruppe bestand darin, eine verärgerte Friseur-Kundin zu beruhigen, die statt blonder Haare mit einem knallroten Schopf nach Hause gehen musste, sowie mit einem Autowerkstatt-Kunden überein zu kommen, dessen Auspuff trotzt Reparatur noch rappelte. Zum Abschluss führten die Jugendliche ein verpatztes aber auch ein gelungenes Bewerbungsgespräch auf. ▪ sr

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare