Slapstick mit dem Clown Otsch

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Clown Otsch sorgte für Unterhaltung auf dem Brüninghaus-Platz. ▪

WERDOHL ▪ Zwei Klappstühle aus Holz, eine singende Säge, eine Trompete, einen Luftballon und eine ausgebeulte schwarze Hose – mehr brauchte der Clown Otsch nicht, um die Werdohler Kinder und zahlreiche Passanten zu begeistern.

Die Jungen und Mädchen ließen sich schnell von der Show mitreißen und gingen mit Otsch auf Tuchfühlung. Schon bei der ersten Nummer rund um zwei Holzstühle schrien die Kinder dem Clown gute Ratschläge entgegen. Seine karierte Mütze, die ihm bei dem Versuch, sich aus einem der Klappstühle zu befreien, heruntergefallen war, machte bald die Runde unter den Zuschauern.

Als Otsch um 15 Uhr die Wiese auf dem Brüninghaus-Platz betrat, erwarteten ihn seine kleinen Gäste bereits sehnsüchtig. Mehrmals hatten die Kinder schon von zehn bis eins rückwärts gezählt in der Hoffnung, den Auftritt so schneller herbeiwünschen zu können.

Endlich ließ sich der Clown blicken. Bis er seine Bühne unter dem großen Kastanienbaum erreichte, dauerte es aber noch eine Weile: nachdem der Unterhalter zuerst in die Bäckerei am Platz abgebogen war, kämpfte er sich mit einem Lederkoffer in der Hand mühsam seinen Weg durch das Publikum.

So quietschten die Kinder schon vor Lachen, als Otsch offiziell verkündete: „Das Programm vom Clown Otsch ist eröffnet!“ Jetzt folgte eine Slapstick-Nummer auf die nächste. Kaum hatte der Spaßmacher sich seine zurückeroberte Mütze mit einem „Salto mortale“ wieder auf den Kopf befördert, stand ein Musikstück auf dem Programm.

Doch auch mit der hervorgekramten Trompete hatte Otsch nicht viel Glück. Nachdem er traditionsgemäß hineingeblasen und die erste Zuschauerreihe nassgespritzt hatte, stellte er fest, dass das Mundstück fehlte. Es fand sich im Koffer wieder – befestigt an einem Gartenschlauch, in dem der Unterhalter sich nach bester Clown-Manier verhedderte.

Nicht nur die kleinen Zuschauer waren begeistert. Auch viele Einkäufer und Spaziergänger setzten sich zu den Kindern und genossen die letzte Sonnenstunde vor dem Gewitter. - Constanze Raidt

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