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Auftakt an der Lenne: „Zu 100 Prozent das, was wir wollten“

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Von: Michael Koll

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Machten es sich mit einigen Freunden am Lenneufer bequem: Erika und Georg Wilhelm (hinten auf den Stühlen sitzend).
Machten es sich mit einigen Freunden am Lenneufer bequem: Erika und Georg Wilhelm (hinten auf den Stühlen sitzend). © Michael Koll

Manchmal sind Erfolgsformeln ganz simpel: Eine Einladung, ein Toilettenwagen, ein paar Aschenbecher und etwas Musik – fertig ist eine gleich auf Anhieb durchschlagende Veranstaltungsreihe.

Werdohl – Unter dem Namen „Donnerstags an der Lenne“ luden die neue städtische Kulturbeauftragte Fabienne Glänzel, der Kulturausschuss-Vorsitzende Lutz Hoffmann (CDU) und der nicht mit ihm verwandte Joachim Hoffmann zum Picknick am innenstadtprägenden Fluss ein.

Den Teilnehmern blieb es überlassen, Speisen und Getränke selbst mitzubringen. Und doch – oder vielleicht auch gerade deswegen – kamen sie in großer Anzahl: Mehr als 50 Werdohler und auch Menschen aus umliegenden Städten versammelten sich an der Lennepromenade und verlebten einen überaus kurzweiligen Abend.

Erika und Georg Wilhelm hatten nebst ihrer Verpflegung auch zwei Stühle mitgebracht, auf denen sie es sich auf der Rasenfläche gemütlich machten. „Wenn in Werdohl etwas geboten wird, dann war uns sofort klar: Da müssen wir dabei sein“, sagten die beiden – nicht ohne zu bedauern, dass sie in zwei Wochen beim nächsten Picknick, dann im Westpark, nicht dabei sein können, weil dann ein bereits gebuchter Urlaub in ihrem Kalender steht.

Georg Wilhelm schaute sich um: „Das ist echt schön hier – eine tolle Idee, die die drei da hatten.“ Er hatte im Vorfeld jedoch noch größere Erwartungen: „Ich hatte damit gerechnet, dass noch viel mehr Leute kommen.“

Initiatorin Fabienne Glänzel indes sinnierte: „Wenn jeder, der heute hier ist, auch nur einem weiteren Menschen davon erzählt, der dann nächstes Mal auch dabei sein möchte, wird es an der Dammstraße auch ein voller Erfolg.“

Lutz Hoffmann, auch im Organisatoren-Kreis, sagte strahlend: „Das ist zu 100 Prozent genau das, was wir wollten.“ Er zählte auf: „Der Platz hier ist total schön, wir sind nah am Wasser, die Menschen kommen und tauschen ihre Getränke und ihr Essen untereinander.“ Glänzel pflichtete ihm bei: „Ja, es ist richtig gemütlich hier.“

Gleich zu Beginn, berichtet sie, seien zwei Frauen aus Neuenrade durch die Reihen gegangen und hätten die Anwesenden von einem in der Nachbarstadt gereiften Wein kosten lassen. In Neuenrade gibt es bekanntlich tatsächlich einen Weinberg. Aber auch aus Lüdenscheid waren Besucher gekommen, um zu sehen, was in Werdohl los ist.

Glänzel kam mit den Bürgern ins Gespräch und wusste zu erzählen: „Für heute Abend haben sich Freunde miteinander verabredet. Das Wetter spielt mit. Und wo immer ich auch war: Ich bekam nur positives Feedback.“

Nichts auszusetzen an diesem Abend hatte auch Erika Wilhelm: „Die Lage hier ist wirklich sehr idyllisch.“ Sie fügte hinzu: „Mein Mann und ich leben seit Geburt hier in Werdohl. Unsere Stadt ist doch sehr schön, deshalb wollen wir auch gar nicht fort von hier“ – abgesehen von einer Urlaubsreise hin und wieder.

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