Entscheidung über Aufgabe einer Kirche nur aufgeschoben

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In der Friedenskirche in Eveking ist die Heizung defekt.

Werdohl - Die Entscheidung, ab 2018/2019 die Kreuzkirche oder die Friedenskirche aufzugeben, ist nur vorübergehend aufgeschoben worden. Das erklärte jetzt auf Nachfrage Presbyteriumsvorsitzender Dirk Grzegorek.

Eigentlich hatte das Presbyterium diese Entscheidung am vergangenen Mittwochabend treffen und am Sonntag (31. Januar) im Gottesdienst in der Christuskirche verkünden wollen. Doch der Totalausfall der Heizungsanlage der Friedenskirche kam dazwischen (wir berichteten). Grzegorek zeichnete noch einmal den Entscheidungsprozess nach, dessen Ergebnisfindung nur für eine kurze Zeit aufgeschoben werden müsse.

Für den vergangenen Mittwochnachmittag hatte die Kirchengemeinde eine Fachfirma in die Friedenskirche bestellt, um die Heizungsanlage begutachten zu lassen. Grzegorek: „Die Heizung ist Jahrzehnte alt und schon lange marode. Das wussten wir auch.“ Deshalb sei die Aachener Fachfirma Mahr bestellt worden, die sich speziell mit der Instandsetzung von Kirchenheizungen beschäftigt. Der Experte gab aber nicht Tipps, wie man dem Schätzchen noch ein paar Jahre abgewinnen kann, sondern legte die Anlage auf der Stelle still. Grzegorek: „Mit dieser neuen Information sind wir in die abendliche Presbyteriumssitzung gegangen und haben beschlossen, die Entscheidung über die Zukunft der beiden Kirchen erst einmal zu vertagen.“

Spontan wurde ein Plan erarbeitet, der alle Gottesdienste bis Ende März in die Kreuzkirche verlegt. Das Presbyterium wartet jetzt auf einen Kostenvoranschlag für ein neues Heizungskonzept der Friedenskirche. Grzegorek: „Presbyterium und Gemeinde müssen erstmal wissen, was das kostet.“

Grzegorek teilt die Auffassung, dass eine langfristige und perspektivische Entscheidung zur Aufgabe beziehungsweise zum Erhalt einer Kirche nicht ausschließlich von den Kosten einer Heizungsanlage abhängig sein sollte. „Die Finanzierung der Heizung würde eine Herausforderung für die Gemeinde, aber eine machbare“, so Grzegorek. Das Nachdenken über die jeweiligen Vor- und Nachteile der beiden infrage stehenden Kirchgebäude sei im Presbyterium sehr weit vorangeschritten, so Grzegorek: „Eine Entscheidung wird zeitnah fallen.“

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