Aufforstung in Werdohl

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Sebastian Dörner macht die Arbeit im Steilhang über der Lenne Spaß. Mit 15 freiwilligen Mitstreitern pflanzt der 23-jährige Student Bäume an der Kettenbecke. ▪

WERDOHL ▪ Bereits zum fünften Mal sind Freiwillige des Bergwaldprojektes in den Werdohler Wäldern zur Aufforstung im Einsatz. Bis Freitag werden im Bereich Kettenbecke die Kyrill-Flächen mit Eichen, Hainbuchen, Kirschen und Bergahorn bepflanzt.

Voll des Lobes für die Projektteilnehmer aus ganz Deutschland sind Revierförster Frank Bossong und Bürgermeister Siegfried Griebsch, die sich ein Bild der Arbeiten im Steilhang über der Lenne machten. „Mit den Eichen und Hainbuchen sind wir schon fertig“, konnte Projektleiter Hendrik Landgrebe zu diesem Zeitpunkt schon verkünden. Trotz schwieriger Bedingungen in den Hängen über dem Kettling kommen die 15 Mitarbeiter gut und schnell voran. Gesponsert sind die Jungpflanzen auch in diesem Jahr von Kooperationspartner Toshiba. Schon im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen eine Pflanzaktion am Ennest unterstützt.

Acht Stunden am Tag wird gearbeitet. „Wir sind aber nicht unter Zeitdruck“, betont Hendrik Landgrebe die Freiwilligkeit der Aufgabe, sodass längere Pausen natürlich dazu gehören. Am Freitagnachmittag soll nach dem Ende der Arbeiten eine kleine Exkursion folgen. Auch dabei soll der Wald im Mittelpunkt stehen.

Untergebracht sind die Teilnehmer jeden Alters auf dem Hof Aschey. Tagsüber verpflegen sie sich am Lagerfeuer selbst. Dabei wird ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt. So gibt es vegetarische Kost von heimischen Erzeugern.

Mit dabei ist Sebastian Dörner aus Bayreuth. Der 23-Jährige studiert Geo-Ökologie und absolviert für sechs Wochen ein Praktikum beim Projekt Bergwald. „Nächste Woche geht es nach Nord-Brandenburg und nach Ostern bin ich in Clausthal-Zellerfeld im Harz im Einsatz“, erklärt der junge Mann. Die Woche Pause zum Osterfest brauche er dann schon, führt Dörner aus, dass die Arbeit körperlich sehr anstrengend sei. Mit seinen Kollegen aus dem gesamten Bundesgebiet versteht sich der Student sehr gut. „Die Stimmung ist super“, sagt er, schnappt sich eine Hacke und stapft mit den anderen den Hang hinunter.

Das sieht auch Bürgermeister Griebsch und verspricht den Freiwilligen eine Flasche Werdohler Tropfen für den letzten Abend. ▪ David Schröder

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