Aufeinander zugehen

Bürgermeister Siegfried Griebsch besuchte die Moschee an der Freiheitstraße.

WERDOHL ▪ Um für das Ehrenamt des Integrationslotsen zu werben, kam Bürgermeister Siegfried Griebsch gestern Nachmittag in die Moschee an der Freiheitstraße. „Sie leben schon so lange hier. Für viele ist es daher nichts Besonderes mehr, Behördengänge zu erledigen. Doch einige von ihnen sind der deutschen Sprache noch nicht ganz mächtig. Die möchten wir auch mitnehmen.“ Von Michael Koll

Lotsen sollten diesen Menschen helfen, sich im Alltag zurecht zu finden. Dabei sind diese Lotsen nach eigener Zeiteinteilung tätig. Sie können sich auch auf einzelne Themengebiete spezialisieren: Ausbildung, Rente, Arbeitslosigkeit, Krankenkassen, Sportvereine.

In der Moschee soll nun ein Plakat aufgehangen werden. Der Vorbeter wird beim wichtigen Freitagsgebet zudem darauf aufmerksam machen. Das habe er bereits bei der Berufsorientierungsmesse etwa gemacht.

Doch was bedeute Integration überhaupt? Es gebe zwischen den verschiedenen Nationalitäten deutliche Mentalitätsunterschiede. Ausländer und Deutschen lebten nebeneinander und nicht miteinander.

Alle Beteiligten diskutierten gestern engagiert über bestehende Vorurteile auf beiden Seiten und wie diese beseitigt werden könnten. Ein regelmäßiger Austausch –  unabhängig vom konkreten Anlass – sei wünschenswert. „Jede Seite sitzt da und wartet, dass die andere kommt“, pflichtet Griebsch diesen Argumenten bei.

Die künftigen Integrationslotsen könnten hierbei einen ersten Schritt zur Verständigung bedeuten. Die Lotsen werden ab November an fünf Terminen ausgebildet. Diese Abendseminar dauern jeweils zwei Stunden.

Wer Interesse hat, Lotse zu werden, meldet sich unter Tel. 0 23 92 / 91 72 94 oder 91 72 67 beziehungsweise per E-Mail an post@werdohl.de.

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