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Auf Trails durch das Lennetal: Mountainbike-Strecke von Iserlohn bis Finnentrop

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Von: Volker Griese

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Zum Mountainbikefahren bietet sich das Lennetal geradezu an. Der Werdohler Sportausschuss lässt sich am Dienstag darüber unterrichten, wie weit die Planung eines Trails von Iserlohn bis Finnentrop gediehen ist.
Zum Mountainbikefahren bietet sich das Lennetal geradezu an. Der Werdohler Sportausschuss lässt sich am Dienstag darüber unterrichten, wie weit die Planung eines Trails von Iserlohn bis Finnentrop gediehen ist. © Peter Steffen

Fast ein Jahr nach seiner Konstituierung kommt der Sportausschuss der Stadt Werdohl am Dienstag, 26. Oktober, zu seiner ersten Sitzung dieser Wahlperiode zusammen.

Der Ausschuss tagt ab 17 Uhr, und zwar nicht etwa im Festsaal Riesei, sondern im Rathaus.

Von den sogenannten freiwilligen Ausschüssen, die der Rat nach der Kommunalwahl im vergangenen Jahr gebildet hat, haben bis auf den Sportausschuss und den Kulturausschuss alle Gremien schon mindestens einmal getagt. Die erste Sitzung des Kulturausschusses ist für den 22. November, terminiert. Der Sportausschuss unter dem Vorsitz von Christoph Plaßmann (CDU) tritt am 26. Oktober das erste Mal zusammen. Die Sitzung kann im Sitzungssaal des Rathauses stattfinden, weil durch die 3G-Regel die meisten Einschränkungen der Corona-Schutzverordnung inzwischen entfallen. Zuletzt hatten alle Ausschuss- und Ratssitzungen im Festsaal Riesei stattgefunden.

Zunächst müssen Regularien abgearbeitet werden

Weil es die erste Sitzung des Sportausschusses ist, stehen zunächst einige Regularien auf der Tagesordnung. Beispielsweise müssen die Sachkundigen Bürger, die nicht wie die Ratsmitglieder bereits ihren Amtseid abgelegt haben, noch auf Gesetze und Verfassung verpflichtet werden.

Doch es geht auch um fachliche Fragen. Beispielsweise wird die Stadtverwaltung dem Ausschuss eine Auflistung aller Kosten vorlegen, die seit dem 1. Oktober des vergangenen Jahres in den städtischen Sportstätten angefallen sind. Sie belaufen sich auf knapp 95 000 Euro. Zur einen oder anderen Investition oder Reparatur wird die Verwaltung sicherlich Erläuterungen geben.

43.000 Euro an Fördermitteln

Ein mündlicher Bericht erwartet die Ausschussmitglieder über das Leader-Projekt Lennetrails. Dessen Ziel ist es, einen Mountainbike-Trail umzusetzen, der durchgehend von Iserlohn über Nachrodt-Wiblingwerde, Altena, Werdohl, Plettenberg und bestenfalls bis Finnentrop verläuft. Die Region an der Lenne eigne sich aufgrund ihrer Topografie und der Landschaft gut für das Mountainbiking, heißt es in der Begründung, die letztlich auch die Lokale Arbeitsgruppe überzeugt hat, die deshalb knapp 43 000 Euro Fördermittel bereitgestellt hat.

In der ersten Projektphase, der Planungsphase, wurden seit Dezember 2020 mithilfe von Planungsbüros und ehrenamtlichen Mountainbikern die schönsten Mountainbike-Trails entlang der Lenne ermittelt. Dabei seien auch die verschiedenen Interessen zum Beispiel von Naturschutz, Forstwirtschaft, Jägerschaft oder anderen Nutzergruppen wie Wanderern berücksichtigt worden, heißt es in der Projektbeschreibung.

Es geht an die konkrete Umsetzung

In einer zweiten Projektphase soll nun ein Mountainbike-Trail umgesetzt werden, der alle Kommunen von Iserlohn bis Plettenberg oder sogar bis Finnentrop miteinander verbindet und möglichst attraktiv gestaltet ist. Im Fokus stehe dabei die Besucherlenkung auf konfliktfreie Wege, heißt es.

Je nach Erfolg und Annahme durch die Mountainbiker könne dieser durchgängige Trail im Rahmen von gesonderten Projekten durch weitere angrenzende Strecken erweitert werden und mit zusätzlichen lokalen Hotspots noch an Attraktivität gewinnen, schwebt den Initiatoren eine Ausweitung des Streckennetzes vor.

Biker und Bürger sollen beteiligt werden

Das gesamte Projekt Lenne-Trails ist als Bürgerprojekt angelegt. Aktive Mountainbiker der Region und interessierte Bürger sollen in die Umsetzung integriert werden. Dabei soll ein spezieller Wert auf die Beteiligung von Jugendlichen gelegt werden. Sie sollen über den Sport und seine Ausübung informiert und aktiv integriert werden. Wie der Stand der Dinge ist, erfahren die Mitglieder des Sportausschusses und interessierte Besucher der öffentlichen Ausschusssitzung am 26. Oktober.

Einen mündlichen Bericht wird es auch darüber geben, wie die Werdohler Sportvereine bislang durch die Corona-Pandemie gekommen sind. Haben sie Mitglieder verloren, weil sie ihre Angebote einschränken oder sogar ganz einstellen mussten? Sind sie durch Mitgliederschwund oder ausgefallene Veranstaltungen in finanzielle Schwierigkeiten geraten? Antworten auf diese und andere Fragen soll es in der Sitzung des Sportausschusses geben.

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