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Auch vor Weihnachten: Eltern sollen Kinder testen

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Von: Carla Witt

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Die sogenannten Lolli-Tests erhalten die Eltern in der Kita, um ihr Kind dann daheim selbst zu testen. Ob sich diese Vorgehensweise mit Blick auf die Ausbreitung der Omikron-Variante ändern wird, ist noch nicht klar.  © DPA Deutsche Presseagentur

Auch kurz vor dem Weihnachtsfest wirkt sich die Corona-Pandemie auf den Alltag in den heimischen Kitas aus.

„Wir backen Plätzchen, stellen selbst Schoko-Crossies her und versuchen einfach, für die Kinder das Beste aus der Situation herauszuholen“, sagt Birgit Nörthemann, Leiterin der Kita Gernegroß in Werdohl. Doch das Thema Corona ist ein ständiger Begleiter.

So verfügt die Einrichtung Gernegroß mittlerweile über fünf Eingänge – analog zu den fünf Gruppen, die an der Schulstraße betreut werden. „Wir haben noch bis zum 12. Januar ein Betretungsverbot“, erklärt Birgit Nörthemann. Die Eltern bringen ihre Kinder bis vor die jeweilige Gruppen-Eingangstür und holen sie auch dort wieder ab. „Das funktioniert sehr gut“, lobt die Kita-Leiterin alle Beteiligten. Die Kommunikation mit den Erziehungsberechtigten komme trotz der Einschränkungen nicht zu kurz. Vieles könne telefonisch geklärt werden. „Ansonsten finden Elterngespräche unter Einhaltung der 3G-Regel statt“, berichtet Nörthemann.

Lolli-Schnelltests zum Mitnehmen

Um Corona-Infektionen innerhalb der Einrichtung möglichst zu vermeiden, sollen die Eltern ihre Kinder nach wie vor zwei Mal wöchentlich testen. „Wir händigen den Eltern die Lolli-Schnelltests persönlich aus, wenn sie die Kinder bringen oder sie abholen. Wir vertrauen darauf, dass die Eltern die Tests mit ihren Kindern daheim durchführen.“ Ob sich diese Vorgehensweise mit Blick auf die Ausbreitung der Omikron-Variante ändern werde, sei noch nicht klar. „Wir haben dazu noch keine Informationen“, unterstreicht die Kita-Leiterin, die eine Pooltest-Lösung in der Einrichtung aber begrüßen würde. „Wir könnten die Testung problemlos in unseren Morgenkreis einbinden.“

Test-Bestätigung durch Unterschrift

Zurück zur Testung durch die Eltern: Ist ein Kind positiv, kann dieses natürlich nicht in die Kita kommen, außerdem folgt ein PCR-Test. Alle anderen Mädchen und Jungen aus der betroffenen Gruppe dürfen die Einrichtung weiter besuchen. „Aber die Eltern müssen diese Kinder drei Mal pro Woche testen – und das in diesem Fall auch durch ihre Unterschrift bestätigen“, erläuterte Birgit Nörthemann. In letzter Zeit seien aber weder Kinder noch Erzieherinnen von einer Infektion betroffen gewesen: „Dafür sind wir natürlich dankbar.“

Erzieherinnen sind besonders wachsam

Die Mädchen und Jungen der Kita Sausebraus in Neuenrade gehen am Mittwoch zum letzten Mal vor dem Weihnachtsfest in die Einrichtung. „Wir sind angesichts der Corona-Lage immer wachsam“, erklärt die Kita-Leiterin, dass Kindern, die von Husten, Niesen oder Schnupfen geplagt sind, die Aufmerksamkeit des Teams gilt. Das bedeute aber nicht, dass Kinder mit diesen Symptomen die Einrichtung generell nicht mehr besuchen würden. „Manche Kinder haben Allergien, bei ihnen läuft mitunter fast das ganze Jahr über die Nase“, stellt Richter-Oltmanns fest. Deshalb müsse man im Einzelfall abwägen, „und die Eltern natürlich auch anrufen, wenn der Husten im Laufe des Vormittags zunimmt.“ Dafür hätten die Eltern aber immer Verständnis: „Sie haben immer ein offenes Ohr in dieser Hinsicht“, lobt die Sausebraus-Leiterin.

Testergebnis kommt Heiligabend

Kindergartenkinder, deren Schnelltest kurz vor dem Weihnachtsfest positiv ausfällt, sollen noch rechtzeitig vor den Feiertagen ein PCR-Testergebnis erhalten. Das teilt Kreispressesprecher Alexander Bange mit. „Wenn wir am 23. Dezember bis mittags von dem positiven Schnelltest-Ergebnis erfahren, dann können wir für diesen Tag noch einen PCR-Test veranlassen“, erklärt Bange. Wo der Abstrich für den PCR-Test entnommen werde, könne er nicht pauschal sagen, das sei von Fall zu Fall unterschiedlich.

Das Ergebnis des PCR-Test liege innerhalb von einem Tag vor – sollte das Kind nicht an Corona erkrankt sein, stehe einem gemeinsamen Heiligabend in der Familie nichts entgegen. Im Fall einer Erkrankung gelte es – besonders mit Blick auf die Omikron-Variante – die Eltern anderer Kinder in der Gruppe zu sensibilisieren. „Kinder, die näheren Kontakt zu dem erkrankten Kind hatten, sollten auch an den Feiertagen von ihren Eltern oder an einer Teststelle regelmäßig getestet werden“, so Bange.

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