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Auch die Großeltern durften wieder mit: Einschulung ohne Corona-Stress

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Von: Volker Heyn, Michael Koll

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Gute Stimmung herrschte bei der Einschulungsfeier auf dem Schulung der Grundschule St. Michael.
Gute Stimmung herrschte bei der Einschulungsfeier auf dem Schulung der Grundschule St. Michael. © Kath. Pfarrei St. Michael

Blauer Himmel, strahlender Sonnenschein, Mädchen und Jungen in bunten Sommersachen, aufgeregte Eltern und dieses Mal auch wieder Großeltern und Freunde bei insgesamt sieben Einschulungsfeiern auf vier Schulhöfen.

Werdohl – Der Donnerstag war ein perfekter Tag für einen Werdohler Grundschulstart ohne großen Corona-Stress.

Evangelische Schule

Pfarrer Martin Buschhaus war begeistert, als er erfuhr, dass die neuen Erstklässler an der Ütterlingser Martin-Luther-Schule wissen, was ein Radiergummi ist. In „Zeiten der Digitalisierung“ habe er das gar nicht erwartet. Zur Einschulung schenkte er den insgesamt 41 i-Dötzchen an der evangelischen Grundschule jeweils ein Radiergummi.

Musikschul-Lehrerin Marion Jeßegus sang mit den frischgebackenen Grundschülern nach der Begrüßung durch Schulleiterin Britta Schwarze das Lied „Wir sind Kinder einer Welt“. Beim Musizieren ließ sie die Mädchen und Jungen auch Klatschen, Stampfen, Schnipsen und sich auf den jeweils eigenen Po klatschen. Diese Bewegungsspiele halfen dabei, dass sich die Nervosität bei den Jüngsten etwas legte.

Einigen Müttern und Vätern hingegen stand die Aufregung weiterhin ins Gesicht geschrieben. Sie hielten die Schultüten ihres Nachwuchses und filmten und fotografierten, um diese wichtigen Augenblicke festzuhalten.

Die Grundschüler der 2b erzählten die Geschichte „Die Blumeninsel“. Darin möchte eine Maus auf besagte Insel, kann allerdings nicht schwimmen. Sie holt sich Hilfe. Und Rektorin Schwarze bot den neuen Erstklässlern an: „Wir Lehrer, Eure Eltern und auch Eure älteren Mitschüler werden Euch immer helfen, wenn Ihr das braucht. Fragt einfach, das ist ganz normal.“

Gemeinschaftsschule

Auf die erfolgreiche Digitalisierung der Klassenzimmer der Gemeinschaftsgrundschule in Kleinhammer und auf der Königsburg wies Pflegschaftsvorsitzender Daniel Bartke hin: „Es gibt iPads und große Fernseher – Tafel ist nicht mehr.“

Die Eltern bräuchten aber keine Angst zu haben, dass die Kinder nicht mehr auf Papier Rechnen und Schreiben lernen würden. Bartke verwies bei beiden Einschulungsfeiern auf das neue Schullogo, das es bald zu sehen geben wird. Dann wünschte er allen einen „hammermegacoolen Tag“.

Schulleiterin Nina Manns blieb pädagogisch und verglich Kinder und Schule mit vielen kleinen Schlössern und Schlüsseln, die im Laufe der Zeit perfekt zueinander passen würden. Manns: „Unser Team hat immer ein Tröpfchen Öl parat.“

In vier Jahren könne der Ring gelöst werden. Den Eltern wünschte sie bei vier Einschulungsfeiern auf den beiden Schulhöfen Mut, die Kinder viel ausprobieren zu lassen. Manns freute sich, endlich wieder im großen Rahmen feiern zu können. Die Coronazeit hatte Lehrer Tim Grohmann genutzt, für die GGS Werdohl einen eigenen Schulsong zu schreiben, der schnell ins Ohr ging und zum Mitsingen animierte.

Auf der Königsburg werden zwei Klassen mit je 18 Kindern von Christian Gildekötter und Katrin Paul unterrichtet. In Kleinhammer gibt es sehr volle Klassen: 72 Kinder verteilen sich auf drei Klassen, geleitet von Anne Degenhardt, Katharina Kaluza und dem Duo Carolin Voß und Linda Trinkaus. In einer Klasse sind es sogar 26 Kinder.

Katholische Schule

Nach mehr als zwei Jahren konnte die Einschulungsfeier von St. Michael ohne Testungen und Personenbegrenzung bei strahlendem Sonnenschein auf dem Schulhof durchgeführt werden. Der Gottesdienst mit Pater Kamil stand unter dem Thema: „Gut behütet!“

Danach hüpften die neuen Froschkinder fröhlich in ihre Klasse 1a (25 Kinder) mit der Klassenlehrerin Simone Stoman. Die Walkinder der 1b (24 Kinder) schwammen zu ihrer Klassenlehrerin Nina Henkenjohann. Ganz wenige i-Männchen waren von Corona betroffen und konnten nicht zu ihrer eigenen Einschulungsfeier erscheinen.

Besonders gefreut hätten sich ihr gegenüber die Großeltern, berichtete die Schulleiterin Maria Apprecht, weil es in den Corona-Jahren noch so vorgeschrieben war, dass nur zwei Erwachsene pro Kind mitkommen durften. Das waren natürlich vorrangig die Eltern.

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