MDK überprüft Einrichtung

Bestnote für Seniorenzentrum

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Kira Nadolski (Leiterin Wohnbereich 4), Doris Krüger (Leiterin sozialer Dienst), Sabrina Salme (Leiterin Wohnbereich 3) und Sonia Tabiadon (Einrichtungsleiterin) freuen sich über die Anerkennung der Arbeit aller Mitarbeiterinnen des Seniorenzentrums (v. l.).

Werdohl - Das Seniorenzentrum Werdohl freut sich über ein Spitzenergebnis bei der Prüfung durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK): Die bestmögliche Gesamtnote von 1,0 für die Qualität der stationären Pflegeeinrichtung lag dabei noch drei Zehntelpunkte über dem Ergebnis des Vorjahres (1,3).

Sonia Tabiadon – Leiterin der Einrichtung und des Pflegedienstes – gab die Anerkennung für die „sehr gute Pflege und Betreuung der uns anvertrauten Menschen“ an ihr Mitarbeiterteam weiter. Auch Geschäftsführer Matthias Germer freute sich sehr, „dass unser Ansatz zur ständigen Verbesserung und Sicherung der Qualität unserer Leistungen seinen Niederschlag in dieser tollen Bewertung gefunden hat“.

Wichtig: Ein weiteres „Sehr gut“ kam von fünf repräsentativ befragten Bewohnern selber. Diese wurden separat von der Qualitätsprüfung zu ihrer Zufriedenheit im Seniorenzentrum befragt.

Insgesamt 59 Kriterien hatten die Prüfer in vier verschiedenen Kategorien abzuarbeiten. Dabei ging es um folgende Punkte: Umgang mit demenzkranken Bewohnern, Betreuung und Alltagsgestaltung sowie Wohnen, Verpflegung, Hauswirtschaft und Hygiene. Nur die Kategorie „Pflege und medizinische Versorgung“ blieb mit der Bewertung 1,1 minimal hinter dem Top-Ergebnis zurück.

Prüfkriterien sind etwa der Umgang mit chronischen Wunden, dem Risiko des Wundliegens und dem Schmerzempfinden der Bewohner. Risiken und Art der Ernährung sowie der Flüssigkeitsversorgung müssen erfasst und dokumentiert werden. Bei demenzkranken Bewohnern werden der Umgang mit der Biografie des Bewohners und die Einbeziehung von Angehörigen und Bezugspersonen bewertet. Berücksichtigt werden soll „die Selbstbestimmung bei der Pflege und Betreuung“.

Die medizinische Betreuung der Bewohner ist durch die Nähe zum Krankenhaus gewährleistet: Die Wege sind kurz bei orthopädischen Operationen und bei Fragen der Neudosierung von Medikamenten. Erkrankungen wie Parkinson, Diabetes und Schlaganfälle müssen ärztlich begleitet werden.

Die Plätze für die Kurzzeitpflege ermöglichen unter anderem die Pflege von Krankenhauspatienten, die nach einem Aufenthalt noch nicht wieder zu Hause versorgen können. Die Verhinderungspflege entlastet pflegende Angehörige, die – aus welchen Gründen auch immer – vorübergehend verhindert sind.

Im Regelfall prüft der Medizinische Dienst die Senioreneinrichtungen einmal jährlich. Es hänge wohl mit der Umstellung der drei Pflegestufen auf fünf Pflegegrade zusammen, dass seit der letzten Prüfung durch den MDK ausnahmsweise 18 Monate vergingen, vermutet Geschäftsführer Matthias Germer.

Es kann nicht überraschen, dass Geschäftsführung und Einrichtungsleitung das gute Ergebnis als Ansporn sehen, „die Qualität unserer Leistungen auch künftig zum Wohle unserer Bewohner zu sichern und – soweit möglich – weiter zu optimieren“.

Das Gebäude des Seniorenzentrums wurde vor 18 Jahren errichtet. Im September 2015 wurden die Arbeiten an einem Erweiterungsbau abgeschlossen. Seither bietet die Einrichtung 26 zusätzliche Pflegeplätze.

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