Attendorner zeigen schweren Überfall an

Bei dem Überfall soll auch eine Waffe im Spiel gewesen sein.

WERDOHL ▪ Räuberpistole oder schweres Verbrechen? Zwei Attendorner haben gegenüber der Werdohler Polizei einen bewaffneten Raubüberfall angezeigt, der sich nach ihren Angaben am Freitag auf dem hinteren Schulhof der Realschule zugetragen haben soll. Polizei-Pressesprecher Dietmar Boronowski schilderte auf Nachfrage unserer Redaktion die Lage, in der die Kriminalpolizei derzeit noch intensiv ermittle.

Freitag erschienen zwei 24-jährige Männer aus Attendorn bei der Werdohler Polizei und erklärten, sie seien soeben von fünf maskierten und mit Pistole, Messer und Schlagstock bewaffneten Männern überfallen und beraubt worden. Sie schilderten die Situation so: Mit einem Werdohler hätten sie sich vorab telefonisch verabredet, um von dem Mann ein Fahrzeug zu kaufen. Um das Geschäft abzuwickeln, hätten sich die drei mitsamt dem Auto, einem BMW 3er, auf dem Schulhof der Realschule getroffen. Wie aus dem Nichts seien auf einmal fünf Männer auf der Bildfläche erschienen, die die beiden Attendorner ohne Vorwarnung überfallen und verprügelt hätten. Die fünf Maskierten hätten den beiden Attendornern nach den Tritten und Hieben auch noch das für den Autoverkauf vorgesehene Geld gestohlen. Dabei habe es sich um einen mittleren vierstelligen Betrag gehandelt, so gibt Polizei-Pressesprecher Dietmar Boronowski die Aussagen der beiden Geschädigten wieder. Nach diesem Übergriff seien die fünf Männer in unbekannter Richtung verschwunden, der Autoverkäufer sei mit seinem Auto davongefahren. Der Überfall habe sich am Freitag gegen 20.30 Uhr zugetragen.

Die Personenbeschreibungen der fünf Männer sind bislang sehr wenig aussagekräftig, auch gibt es noch keine genaue Beschreibung des Autoverkäufers. Die beiden Attendorner könnten erst in den nächsten Tagen vernommen werden, so Boronowski gestern.

Noch am Freitag sei unverzüglich eine Fahndung eingeleitet worden, die allerdings keinen Erfolg gebracht habe. Da nur wenige Ermittlungsergebnisse vorlägen, habe sich die Polizei zunächst entschlossen, nicht zeitnah von den angezeigten Vorfällen zu berichten.

Auch Dienstag gab es keine wesentlichen neuen Erkenntnisse. Boronowski: „Wir haben zwei mutmaßlich Geschädigte und fünf unbekannte Täter.“ Um Licht in diese Sache zu bekommen, bittet die Kriminalpolizei um Mithilfe der Bevölkerung. Wer irgendetwas am Freitag an der Brüderstraße beobachtet hat, das mit der oben geschilderten Situation in Zusammenhang stehen könnte, sollte sich bei der Polizei in Werdohl unter Tel. 0 23 92/9 39 90 melden.

Volker Heyn

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