Attacken unklar

WERDOHL ▪ Langsam müsste sich das dreiköpfige Brudergespann aus Neuenrade im Amtsgericht Altena zuhause fühlen. Seit Anfang Mai müssen sich die Männer wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten. Ein Urteil gab es bisher noch nicht. Immer wieder hatten wichtige Zeugen gefehlt.

Laut Vorwurf waren die Angeklagten und deren verhandlungsunfähiger Vater am 10. April 2009 in einem Hinterhof der Werdohler Fußgängerzone in eine Massenschlägerei mit einer eigentlich befreundeten Familie geraten. Die Auseinandersetzung hatte damals für mächtig Wirbel gesorgt und zahlreiche Polizeibeamte auf den Plan gerufen. Im Verlaufe der Schlägerei sollen die Angeklagten ihre Gegner mit Pflastersteinen und Stöcken attackiert haben. Das wollen die Brüder bisher jedoch nicht zugeben.

Nach etlichen Verhandlungstagen gab es auch gestern wieder ein Zusammentreffen im Amtsgericht. Ein als Zeuge geladener Arzt sollte sagen, ob die Verletzungen des mutmaßlichen Opfers von Schlägen mit Stöcken und Steinen herrührten. Dazu konnte der 56-jährige Mediziner jedoch keine Angaben machen, da er den Mann erst ein Jahr nach dem Vorfall untersucht hatte. Ein weiterer Arzt war nicht erschienen.

Ein Verteidiger legte dem Gericht einen Pflasterstein vor, wie er zur Tat benutzt worden sein soll. Das mutmaßliche Opfer konnte nicht sicher sagen, ob er mit einem solchen Brocken attackiert worden war. Am Ende vertagte Richter Dirk Reckschmidt den Prozess erneut. Nächster Termin ist der 19. Juli. ▪ jape

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