Ein Atelierbesuch bei Silvia Kloska

Strandidylle – ein Motiv, das Silvia Kloske in beinahe unendlichen Variationen stets neu begeistern kann. Foto: Kanbach

WERDOHL - Wer auf der Neuenrader Straße mit seinem Auto talwärts in Richtung Stadtmitte unterwegs ist, fährt für einen kurzen Moment vor einer Kurve auf ein Haus zu, auf dessen Fassade ein Feuerwehrmann auf einer Leiter abgebildet ist. Klar wird damit: Hier wohnt auch ein Feuerwehrmann – nämlich Frank Bresk vom Löschzug Stadtmitte. Das Bild jedoch stammt von seiner Mutter Silvia Kloske, die vielen noch als Sängerin der Werdohler Kultband „Nutrockers“ in Erinnerung sein dürfte.

Gemalt hat die heimische Freizeitkünstlerin es vor rund fünf Jahren, kurz bevor das Gerüst nach dem Gebäudeanstrich wieder abgebaut wurde. Das Motiv ist angelehnt an die Titelseite eines Feuerwehr-Buches mit dem Titel „Hamilton“. Die Gestaltung der Hausfassade ging Silvia Kloske leicht von der Hand – wenngleich: In solcher Höhe und in freier Luft ist sie ihrem Hobby zuvor noch nie nachgegangen. Das passiert zumeist bei ihr zu Hause, an der Feldstraße. „Als ich vor sechs Jahren mit der Musik aufgehört habe“, so erzählt sie, „habe ich die Malerei neu entdeckt“, denn schon in der Schulzeit habe sie sehr viel Freude daran gehabt, mit Farben und Formen eigene kleine Kunstwerke zu schaffen.

Und was da auf unterschiedlich großen Leinwänden oder Zeichenblättern im Ablauf zwischen zwei und sechs Stunden unter ihren Händen geschieht, kann sich durchaus sehen lassen – zumal sie keinerlei Kurse besucht hat, um zum Beispiel ihre Maltechnik zu verfeinern oder die Farb- und Motivauswahl zu präzisieren. Alles bleibt so, wie es ihr gefällt – nämlich gegenständlich. Experimente sind auf ihren Arbeiten zwar nicht direkt zu erkennen, aber auf den zweiten Blick merkt man schon: Ein wenig mehr Spielerei mit Farben und Formen wagt sie inzwischen schon.

Am liebsten male sie mit oder auch ohne Foto-Vorlage interessante Landschaften (wie etwa die Kreidefelsen von Rügen), Blumen oder Häuser und in jedem Fall auch Winterlandschaften. Ihr bevorzugtes Farbmaterial: Aquarell und Acryl. Mit diesem Material zaubert sie für den Hausgebrauch Kompositionen, die allerdings längst auch das Interesse von Verwandten und Freunden gefunden haben. Und die wiederum lassen nichts unversucht, um sie auch einmal zu einer Ausstellung zu ermutigen. Darüber jedoch, so Silvia Kloske, habe sie bisher noch nie ernsthaft nachgedacht. Nun: Was nicht ist, kann ja noch werden.

Die Malerei freilich ist nicht das einzige Hobby, das Silvia Kloske begeistert. Seit 2010 näht und gestaltet sie kleine Stofftiere – ohne Schnittmuster, frei Hand, wie sie nicht ohne Stolz berichtet. Die Begabung dazu habe sie wohl von ihrer Mutter geerbt, sagt sie und weist auf eine mittlerweile recht beachtliche Zahl von Stofftieren hin, die im ganzen Haus verteilt sind. Schäfchen, Elefanten, Hasen, Katzen und selbst ein Schlafmütz wurden mit Hilfe einer Nähmaschine in Form gebracht und mit dem Material aus günstig erworbenen Kopfkissen aufgefüllt . Das alles ist sehr dekorativ und verrät auch hier ein gutes Farbgefühl.

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