Osemundstraße: Der Baubeginn  verzögert sich

Die Osemundstraße wird erst ab Anfang Mai repariert. - Archivfoto: Heyn

Werdohl - Auf einem Abschnitt von rund 200 Metern soll die Fahrbahn der Osemundstraße repariert werden. Eigentlich sollten die Arbeiten schon in der kommenden Woche beginnen. Doch der Baubeginn verzögert sich um drei bis vier Wochen.

Von Constanze Raidt

Grund: Der alte teerhaltige Asphalt kann im Moment noch nicht entsorgt werden. „Die Firma Hilgenroth in Sundern bereitet das teerhaltige Material auf“, erklärte Martin Hempel, Leiter der Tiefbauabteilung, im Gespräch mit unserer Redaktion. Allerdings brauche das Unternehmen Abnehmer, die den Asphalt weiterverwenden.

So könne daraus zum Beispiel die Gründungsschicht für Autobahnen werden. Für den Straßenbau in der Stadt sei das alte Material aber nicht geeignet, erläuterte Hempel.

Im Moment fehlten Abnehmer und die Lager der Firma seien voll, teilte der Leiter der Tiefbauabteilung weiter mit. „Alle Maßnahmen, bei denen teerhaltiges Material anfallen würde, müssen deshalb warten.“

Die Fahrbahn jetzt schon aufzureißen und den alten Asphalt zunächst in Werdohl zwischenzulagern, sei nicht erlaubt. „Bei Regen könnten giftige Bestandteile ausgeschwemmt werden“, erklärte Hempel.

Vom Anfang der 70er Jahre stamme die teerhaltige Fahrbahndecke, schätzte der Verwaltungsmitarbeiter. Sie sei nur sechs Zentimeter stark. Eine Stärke von zwölf Zentimetern soll die neue bitumenhaltige Decke aufweisen; sie wird in zwei Schichten aufgetragen.

„Die untere Schicht ist grobkörniger und kann die Belastung besser aushalten“, erläuterte Hempel das Verfahren. Obendrauf komme eine Deck- oder auch Verschleißschicht. Zehn bis 15 Jahre, so die Erfahrungswerte, soll die neue Decke halten.

Die Sanierung der Fahrbahn und des Parkstreifens wird rund 60.000 Euro kosten. Da es in der Osemundstraße einen großen Bedarf an Parkplätzen gebe, werde die Verwaltung die 200 Meter zwischen der Hausnummer 20 und 26 in zwei Abschnitten sanieren.

Im kommenden Jahr wolle die Verwaltung den Rest der Osemundstraße sanieren, „sofern nicht andere Maßnahmen dringender sind“, sagte Martin Hempel.

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