Arbeitsmarkt in Werdohl normalisiert sich

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Werdohl - Nach dem deutlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit im Mai in Werdohl, hat sich der Arbeitsmarkt in der Stadt zwischen Lenne und Verse im Juni wieder normalisiert.

Um 125 auf 842 Personen hatte sich die Zahl der Arbeitslosen im Mai erhöht. Grund dafür war die Schließung des Dura-Werkes in Plettenberg. Dort waren auch viele Werdohler beschäftigt (wir berichteten). 

Für Juni meldet die heimische Agentur für Arbeit jetzt einen Rückgang der Arbeitslosigkeit um 35 auf 807 Personen, was einem Minus von 4,2 Prozent entspricht. Verglichen mit dem Juni des Vorjahres sind allerdings noch immer 126 Werdohler mehr arbeitslos (+18,5 Prozent). Unter den Personen, die aktuell in der Arbeitslosenstatistik der Bundesagentur für Arbeit für Werdohl geführt werden, sind 386 Frauen und 421 Männer. 355 in Werdohl lebende Ausländer sind ohne Arbeit. 58 der Menschen ohne Job sind unter 25 Jahren sowie 224 Arbeitslose 55 Jahre und älter. 

Quote liegt bei 6,8 Prozent

Im gesamten heimischen Agenturbezirk, der Werdohl und Neuenrade umfasst, ist die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat um 44 auf 1114 Personen gesunken. Das sind 161 Arbeitslose mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug im Juni 6,8 Prozent; vor einem Jahr belief sie sich auf 5,9 Prozent. 

Für die kommenden Sommermonate rechnet Sandra Pawlas, Chefin der Agentur für Arbeit Iserlohn, nach dem Rückgang im Juni noch einmal mit einem saisonal bedingten Anstieg der Arbeitslosigkeit. Und dies vor allem bei den unter 25-Jährigen. „Der Arbeitsmarkt sucht Fachkräfte und bietet solchen auch in der Zukunft gute Chancen auf eine neue Beschäftigung. In den Sommermonaten melden sich allerdings junge Fachkräfte nach Beendigungen ihrer schulischen oder betrieblichen Ausbildungen üblicherweise übergangsweise arbeitslos und lassen den Arbeitslosenbestand steigen. Die Erfahrungen der Vergangenheit zeigen jedoch, dass diese saisonbedingten Anstiege aufgrund der hohen Arbeitskräftenachfrage und der guten Qualifikationen des betroffenen Personenkreises rasch wieder abgebaut werden“, prognostiziert Pawlas. 

Qualifizierung wird immer wichtiger

Um darüber hinaus einen Beitrag zum Ausgleich der Fachkräftelücke zu schaffen, werde die Qualifizierung arbeitsloser und sich in Beschäftigung befindender Menschen zukünftig noch mehr an Bedeutung gewinnen. 

Kreisweit waren im Juni 13 905 Männer und Frauen Kreis arbeitslos. Das waren 42 Personen weniger als im Mai, allerdings fast 900 Personen mehr als vor einem Jahr. Die Zahl der Arbeitslosen sank um 0,3 auf 6,1 Prozent. Im Laufe des Monats wurden 1019 neue sozialversicherungspflichtige Arbeitsstellen gemeldet. 

Bewerber und Stellen passen nicht zusammen

Seit Anfang des Jahres summiert sich die Zahl der kreisweit gemeldeten sozialversicherungspflichtige Stellen damit auf 6332. Sandra Pawlas weiß allerdings um das Problem: „Viele der gemeldeten Stellen haben mittlerweile eine lange Laufzeit und sind auf Fachkraftniveau. Unsere gemeldeten Bewerber hingegen sind überwiegend Hilfskräfte.“

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