994 Werdohler ohne Job

Arbeitsmarkt weiterhin „robust“

Die Zahl der Arbeitslosen ist in Werdohl im Juli erstmals wieder gestiegen.
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Die Zahl der Arbeitslosen ist in Werdohl im Juli erstmals wieder gestiegen.

Nach Monaten des Rückgangs meldet die Agentur für Arbeit für den heimischen Bezirk Werdohl erstmals wieder minimal mehr Arbeitslose, kreisweit wird die Zahl der Menschen ohne Job saisonuntypisch dagegen auch im Juli kleiner.

In Werdohl suchten im Juli 994 Personen einen Job, dies waren zwei mehr als im Vormonat. Im Vergleich zum Juli des Vorjahres sinkt die Zahl der Arbeitslosen allerdings um 124 Personen. Damals waren 1 118 Werdohler ohne Job. „Im saisonalen Verlauf steigt die Arbeitslosigkeit üblicherweise im Juli durchschnittlich um 2 Prozent“, kommentiert Sandra Pawlas, Chefin der Agentur für Arbeit Iserlohn, die Entwicklung am heimischen Arbeitsmarkt.

Im gesamten Agenturbezirk Werdohl, der auch Neuenrade umfasst, ist die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Juni-Wert um 16 auf 1 348 Personen gestiegen. Das sind 193 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Lag die Arbeitslosenquote im Juli 2020 bei 9,6 Prozent, beträgt sie für Werdohl und Neuenrade nun noch 8,4 Prozent.

Kreisweit ein leichtes Minus

Kreisweit waren zuletzt 15 651 Personen arbeitslos gemeldet – 56 Personen (-0,4 Prozent) weniger als im Juni. Die Arbeitslosenquote beläuft sich damit auf 6,9 Prozent (Juli 2020: 8,3 Prozent).

Was Sandra Pawlas ebenfalls zuversichtlich stimmt: Auch im Juli wurden kreisweit mehr als 1000 neue Stellen gemeldet. Im Bestand befinden sich insgesamt 4 683 offene Stellen, 443 mehr als im Vormonat und 1 406 mehr als im Juli 2020. Die Stellenmeldungen kamen dabei nahezu aus jeder Branche: Neben dem Gastgewerbe und dem Sozial- und Gesundheitsweisen vor allem aus dem verarbeitenden Gewerbe. „Für unsere Region typisch, gehört hier auch die Zeitarbeit dazu. Gerade jetzt in diesen unsicheren Zeiten, ermöglicht sie für viele Menschen einen Einstieg in das Arbeitsleben“, erklärt Sandra Pawlas, die den heimischen Arbeitsmarkt in weiterhin „robuster und guter Verfassung“ sieht.

Arbeitsmarkt in Neuenrade und Balve

In Neuenrade sind derzeit 354 Personen ohne Job. Das sind 14 Personen (+4,1 Prozent) mehr als im Juni. Im Vergleich zum Juli des Vorjahres sinkt die Zahl der Arbeitslosen um 69 Personen (-16,9 Prozent). Damals waren 423 Neuenrader ohne Job. In Balve gibt es im Juli einen minimalen Anstieg der Arbeitslosenzahl um eine auf jetzt 258 Personen (+0,1 Prozent). Diese Zahl liegt um 12,5 Prozent unter dem Juli-Wert von 2020 (295 Arbeitslose). Die Arbeitslosenquote für den Bezirk Menden, zu dem auch Balve gehört, liegt derzeit bei 5,2 Prozent (Juli 2020: 6,3 Prozent).

Kurzarbeit als wichtiges Instrument

Unterstützend wirke weiterhin das Instrument Kurzarbeit. Hiermit hätten in den vergangenen Monaten viele Menschen in Beschäftigung gehalten werden können. „Und aktuell ganz wichtig für betroffene Unternehmen: Der Bezug von Kurzarbeitergeld ist auch infolge der Hochwasserkatastrophe möglich, wenn Betriebe gänzlich oder nur noch eingeschränkt arbeitsfähig sind“, so Pawlas. Für die folgenden Monate prognostiziert Pawlas: „Es ist mit Blick auf das pandemische Geschehen und auch die Schäden der Hochwasserkatastrophe bei uns im Kreis kaum abzuschätzen, wie sich der Arbeitsmarkt entwickeln wird.“ Gleichwohl unterstütze die Agentur für Arbeit die Arbeitgeber und Arbeitnehmer in der Region jederzeit mit Förderungen und Qualifizierung, um zueinander zu finden.

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