Der Arbeitsmarkt im September

Arbeitslosenzahl in Werdohl und Neuenrade auf Jahrestiefststand

Die Arbeitslosenquote für den Agenturbezirk Werdohl, der auch Neuenrade umfasst, ist auf 7,6 Prozent gesunken.
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Die Arbeitslosenquote für den Agenturbezirk Werdohl, der auch Neuenrade umfasst, ist auf 7,6 Prozent gesunken.

Die positive Entwicklung auf dem heimischen Arbeitsmarkt setzt sich fort. Auch im September ging die Zahl der Arbeitslosen in Werdohl zurück und erreichte mit noch 905 Personen einen neuen Jahrestiefststand. Verglichen mit den Zahlen des Vormonats sind dies 69 Personen (-7,1 Prozent) weniger.

Werdohl ‒ Laut Mitteilung der Agentur für Arbeit ist die Arbeitslosigkeit im September damit stärker gesunken, als dies im Durchschnitt üblich ist. Nahezu alle Personengruppen profitierten von dieser Entwicklung, am deutlichsten die jungen Menschen zwischen 15 und 25 Jahren. „Erfreulicherweise konnten viele dieser jungen Menschen, die sich nach Beendigung ihrer Ausbildungen vorübergehend arbeitslos gemeldet haben, wieder eine neue Arbeit aufnehmen“, sagt Stefan Steinkühler, operativer Geschäftsführer der für das Kreisgebiet zuständigen Iserlohner Arbeitsagentur.

Im Jahresvergleich sank die Arbeitslosigkeit in der Stadt an Lenne und Verse um 18,6 Prozent, denn im September 2020 waren noch 1112 Werdohler arbeitssuchend. Die Arbeitslosenquote für den heimischen Agenturbezirk Werdohl, der auch Neuenrade umfasst, ging damit binnen zwölf Monaten um fast zwei Prozentpunkte von 9,4 auf jetzt 7,6 Prozent zurück.

Auch kreisweit bleibt die Entwicklung erfreulich. Mit 14.636 Personen sank die Zahl der Arbeitslosen erstmals seit November 2019 wieder unter die 15.000er-Marke. Zum Monatsende waren 754 Personen weniger (-4,9 Prozent) arbeitslos als noch im August. verglichen mit dem September 2020 ging die Zahl der Arbeitslosen sogar um 3500 Personen (19,3 Prozent) zurück.

Gute Nachrichten hatte Steinkühler auch in Sachen Arbeitskräftenachfrage, denn diese entwickle sich weiter stabil. „Die Chancen für Arbeitssuchende verbessern sich durch die Vielzahl an Stellenmeldungen kontinuierlich. Wieder über 1200 neu gemeldete Stellen in diesem Monat beweisen, dass Arbeitgeber in der Region auf Personal angewiesen sind“, sagte Steinkühler. Kreisweit waren Ende September somit knapp 5200 offene Stellen im Bestand der Agentur für Arbeit – knapp 150 mehr als im Vormonat und etwa 1800 mehr als im September 2020.

Deshalb blickt der operative Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Iserlohn optimistisch in die Zukunft. „Ich gehe davon aus, dass sich die Arbeitslosenzahlen bis zum Jahresende weiter moderat reduzieren lassen“, sagte Steinkühler. Die Arbeitskräftenachfrage zeige den anhaltenden Bedarf der Arbeitgeber. „Das bietet allen Arbeitssuchenden auch in den kommenden Monaten gute Chancen auf Beschäftigung“, so Steinkühler.

Gute Qualifikationen würden dabei künftig immer deutlicher der Schlüssel zur Fachkräftesicherung. Arbeitslose seien daher gut beraten, sich mit dem Thema Weiterbildung auseinanderzusetzen, um über diese Qualifizierung als Fachkraft ihren Weg in Arbeit zu finden. „Hier unterstützen wir mit individueller Beratung zu passenden Weiterbildungsangeboten“, sagt Steinkühler.

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