Arbeitsagentur vor Umzug in das Postgebäude

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In den ehemaligen Post-Räumen an der Freiheitstraße laufen noch Umbauarbeiten. Bald soll dort die Bundesagentur für Arbeit einziehen.

Werdohl - Fast zehn Jahre, nachdem die Deutsche Post ihre Filiale an der Freiheitstraße geschlossen hatte, kommt wieder neues Leben in das Gebäude: Anfang Mai wird dort die Bundesagentur für Arbeit ihre Geschäftsstelle eröffnen.

Das hat auch Folgen für das Jobcenter an der Heinrichstraße. Seit dem Ende des vergangenen Jahres laufen in dem altehrwürdigen Gebäude, in dem die Deutsche Post bis Oktober 2009 ihre Dienstleistungen angeboten hatte, Umbau- und Renovierungsarbeiten. Die Bundesagentur für Arbeit, die ihre Werdohler Geschäftsstelle bisher an der Heinrichstraße betreibt, wird die im Erdgeschoss an der Freiheitstraße liegenden Räume anmieten. Hintergrund sind Platzprobleme am bisherigen Standort. 

Neue Aufgaben für das Jobcenter

„An der Heinrichstraße teilen wir uns die Räume mit dem Jobcenter“, erklärte Lena Brühl, Pressesprecherin der Agentur für Arbeit in Iserlohn. Und das Jobcenter, eine gemeinsame Einrichtung der Bundesagentur für Arbeit und des Märkischen Kreises, brauche mehr Platz. Die Arbeitsagentur werde deshalb an die Freiheitstraße umziehen. „Wir haben in Werdohl vier Kräfte, die dauerhaft vor Ort sind, und weitere vier, die temporär in Werdohl arbeiten und sich dort ein bis zwei Büros teilen“, erklärte Brühl. Mehr Büros werde die Arbeitsagentur auch am neuen Standort nicht haben. Auch deshalb müssten die Kunden der Arbeitsagentur nicht mit Änderungen in den Abläufen rechnen. 

Vom Umzug der Arbeitsagentur wird also vor allem das Jobcenter profitieren, das am angestammten Standort an der Heinrichstraße bleiben wird, in Zukunft aber auch die bisher von der Arbeitsagentur belegten Räume nutzen kann. „Wir mussten über einen längeren Zeitraum einen Personalaufbau vornehmen, weil wir auch Aufgaben in der Flüchtlingsbetreuung übernehmen mussten und seit dem 1. Januar weitere Aufgaben aus dem Teilhabechancengesetz übertragen bekommen haben“, erklärte Klaus-Dieter Jagiella, Sprecher des Jobcenters. Das Gesetz ist Teil des Gesamtkonzeptes zum Abbau von Langzeitarbeitslosigkeit, das das Bundesministerium für Arbeit vorgelegt hat. Die Jobcenter sollen Betroffene bei der Arbeitsplatzsuche individuell unterstützen. 

30 Mitarbeiter in Werdohl

Das Jobcenter beschäftigt in Werdohl mittlerweile rund 30 Mitarbeiter. „Teilweise müssen die auf andere Dienststellen ausweichen, weil in Werdohl nicht genug Platz ist. Außerdem fehlen uns Besprechungsräume“, schilderte Jagiella die Situation an der Heinrichstraße. 

Aber die soll sich in absehbarer Zeit verbessern. Die Arbeitsagentur plant die Eröffnung ihrer neuen Geschäftsstelle in den ehemaligen Post-Räumen an der Freiheitstraße für Anfang Mai. Der genaue Termin hängt davon ab, wann die Technik am neuen Standort betriebsbereit ist. Die Bundesagentur wird in der ehemaligen Post übrigens Mieter sein. Das Haus gehört einer Erbengemeinschaft, die es für den neuen Nutzungszweck umbauen lässt.

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