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Neubürger sollen Mangel an Fachkräften beheben

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Azubis zum Mechatroniker in Karben (Archiv).
Die heimische Region sucht händeringend Fachkräfte. Neubürger könnten die Situation zumindest entspannen. © Michael Schick

Fachkräfte zu halten und zu binden, wird deutlich schwieriger. 38 Prozent der heimischen Unternehmen können offene Stellen längerfristig nicht besetzen, weil sie einfach keine passenden Arbeitskräfte finden. Das war vor ziemlich genau einem Jahr eine wesentliche Aussage einer SIHK-Blitzumfrage. Die Situation dürfte sich in der Zwischenzeit kaum verbessert, sondern eher verschlechtert haben.

Werdohl - Für den Personalmangel gibt es gerade in ländlich geprägten Regionen gleich drei Gründe: den demographischen Wandel, den Trend zum Studium und die Landflucht. Offene Stellen bleiben in Südwestfalen laut Bundesagentur für Arbeit durchschnittlich 132 Tage unbesetzt. Das ist ein trauriger Rekord in NRW. Die internationale Suche könnte eine Lösung sein, denn ausländische Bewerber spielen bei der Suche nach Fachkräften eine zunehmend wichtige Rolle.

Wie man ausländische Fachkräfte gewinnen kann, möchten Saskia Haardt-Cerff und Christopher Schwermer von der Südwestfalen-Agentur am Mittwoch, 19. Oktober, interessierten Werdohler Arbeitgebern darlegen. Denn Werdohl nimmt als eine von 38 Modellkommunen an dem Projekt „Perspektive Südwestfalen 2.0“ teil, in dem Neubürgerinnen und Neubürger in Südwestfalen willkommen geheißen und als potenzielle Fachkräfte an die Region gebunden werden sollen.

„Wir möchten uns mit Arbeitgebern dazu austauschen, wie wir es zukünftig gemeinsam besser schaffen können, potenzielle Fachkräfte an Werdohl und die Region zu binden“, heißt es in einer Einladung, die Werdohls Wirtschaftsförderer Andreas Haubrichs in der vergangenen Woche an Werdohler Unternehmen verschickt hat.

Zunächst sollen am 19. Oktober ab 16 Uhr in der Aula der Realschule das Projekt „Perspektive Südwestfalen 2.0“ und die Angebote des Vereins „Wirtschaft für Südwestfalen“ vorgestellt werden. Dann werden Werdohls Demografiebeauftragter Michael Tauscher und Wirtschaftsförderer Haubrichs, die lokalen Aktivitäten zur Begrüßung der Neubürger präsentieren. Schließlich besteht die Möglichkeit im gemeinsamen, lockeren Austausch neue Ideen zu entwickeln.

Anmeldung

Interessierte Arbeitgeber müssen sich bis zum 17. Oktober über den Link www.t1p.de/Neubuerger anmelden.

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