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Arbeiten an Behelfsbrücke wieder aufgenommen: So geht es weiter

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Von: Volker Heyn

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In der ersten Arbeitswoche im neuen Jahr ging es sogleich voran mit dem Bau der Behelfsbrücke über die Lenne. Bald folgen weitere Segmente der Stahlbrücke, die eventuell im März befahrbar sein wird.
In der ersten Arbeitswoche im neuen Jahr ging es sogleich voran mit dem Bau der Behelfsbrücke über die Lenne. Bald folgen weitere Segmente der Stahlbrücke, die eventuell im März befahrbar sein wird. © Volker Heyn

Direkt in der ersten vollen Arbeitswoche im neuen Jahr sind die Arbeiten an der Behelfsbrücke für die nur halbseitig befahrbare Lennebrücke in Werdohl wieder aufgenommen worden. Über den Jahreswechsel waren ein paar Bauzäune umgekippt, das hoch stehende Wasser der Lenne hatte die künstlich angelegte Insel für ein Stützelement in Teilen überschwemmt.

Werdohl ‒ Während die Baufirmen Rempke und Schmidt auf der Baustelle derzeit nur wenig zu tun haben, sind die nächsten zwei Monate die Männer von ThyssenKrupp Infrastructure gefordert. Das Unternehmen von ThyssenKrupp baut bekanntlich deutschlandweit solche Behelfsbrücken auf, die dem Bund gehören und an die Straßenbehörden der Länder verliehen werden.

Aus Teilsegmenten wird eine sogenannte SS80-Brücke errichtet, die im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums eigentlich entwickelt worden ist, um während des Kalten Krieges im Ernstfall die schnelle Wiederherstellung eines Brückenbauwerks zu ermöglichen. Die Stahlbrücke ist 80 Meter lang und 9,72 Meter breit, damit ist Platz genug für zwei Fahrspuren. Außerdem wird an der insgesamt gut 400 Tonnen schweren Brücke noch ein Gehweg angebracht, sodass auch Fußgänger von einer Flussseite auf die andere gelangen können. Straßen.NRW investiert in dieses Bauwerk, das nur maximal drei Jahre genutzt werden soll, etwa 2 Millionen Euro.

Teile der Brücke kommen aus einem Lager aus Mönchengladbach, andere Teile aus Gau-Bickelheim in Rheinland-Pfalz. Die einzelnen Elemente kommen nach und nach auf der Baustelle an. Beim Zusammenbau der Hilfskonstruktion ist ein 100-Tonnen-Kran im Einsatz.

Je nach Baufortschritt wird Mitte oder Ende Februar ein 450-Tonnen-Kran angefordert, der von der Ütterlingser Seite aus die dann über den Fluss ragende Brücke in der Luft hält. Wenn die Stahlkonstruktion das zweite Widerlager erreicht hat, müssen die Straßenbauer ans Werk. Im März, so ist der Plan bei Straßen.NRW, soll die Behelfsbrücke befahrbar sein. Danach wird die alte Lennebrücke zersägt. Das Ersatzbauwerk soll Mitte 2025 stehen.

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