Gute Schule 2020: Werdohl vergibt 15.000-Euro-Auftrag

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Die Stadt Werdohl hat für die Schulen ein kommunales Medienausstattungskonzept ausgeschrieben.

Werdohl - Die Nachrichtenlage zur Entwicklung der Werdohler Schullandschaft – insbesondere die des Fortbestands der nur noch dreizügigen Gesamtschule – ist weiterhin äußerst dünn. Weder von der Stadtverwaltung noch von der Bezirksregierung oder aus Reihen der Werdohler Lokalpolitik ist etwas Konkretes zu erfahren.

Offensichtlich gibt es nichts zu bereden oder gar zu entscheiden, denn der turnusmäßig für Anfang April angesetzte Schul- und Sportausschuss ist von der Verwaltung im Einvernehmen mit dem Schulausschussvorsitzenden Wilhelm Jansen abgesetzt worden.

Den Ratsmitgliedern ist folgendes mitgeteilt worden: „Die für den 3. April vorgesehene Sitzung des Schul- und Sportausschusses findet zu einem späteren Zeitpunkt, entweder am 19. Juni oder am 10. Juli statt. Sobald der Termin feststeht, werden Sie unverzüglich informiert.“

Auf Nachfrage unserer Redaktion sagte Fachbereichsleiter Michael Grabs, dass man „immer noch denke, eine richtig gute Lösung“ zu erreichen. Eine Sitzung, in der die Verwaltung aktuell öffentlich nichts Konkretes mitteilen könne, lohne sich aber nicht.

Entscheidung vor den Sommerferien?

Offensichtlich ist eine Entscheidung noch vor den Sommerferien gewünscht. Der spätere Termin der geplanten Schulausschusssitzung Anfang Juli liegt jedenfalls vor den großen Ferien. Bei der Bezirksregierung, bei der die gemeinsam von Verwaltung und Fraktionen erarbeitete Wunschvorschlag zur Prüfung vorliegt, wird von „laufenden Prozessen“ gesprochen. Zuletzt erklärte Wilhelm Jansen als Vorsitzender der SPD-Fraktion, dass über den aktuellen Stand der Dinge nicht öffentlich gesprochen werden dürfe, um „laufende Prozesse nicht zu gefährden“.

Die Bezirksregierung hatte mitteilen lassen, dass für diese Prozesse noch die Anmeldezahlen für Gesamt- und Realschule abgewartet werden sollten. Die Zahlen liegen jetzt seit ein paar Wochen vor und zeigen, dass die Realschule sehr stabile Schülerzahlen hat, die Sekundarstufe I der AEG dreizügig bleibt und am AEG-Abitur ein großes Interesse auch von auswärtigen Schülern besteht.

Die Verwaltung hatte im Rahmen des ihr zugestandenen Kostenrahmens ein „kommunales Medienausstattungskonzept“ ausgeschrieben. Mehrere Angebote liegen vor, die alle nicht teurer als 15 000 Euro sind. Dem Rat wurde mitgeteilt, dass die Verwaltung diesen Auftrag vergeben wird. Damit soll der Bedarf von Fördermitteln aus dem Projekt Gute Schule 2020 ermittelt werden.

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